Frauengesundheitstag 28. Mai
Das Thema Wechseljahre aus der Tabuzone holen
- Zum Tag der Frauengesundheit am Donnerstag wollen Vanessa Räuschel (li.) und Andrea Schrag gemeinsam das Thema Wechseljahre mehr in die Öffentlichkeit rücken und einen offeneren gesellschaftlichen Umgang damit fördern
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Julia Paepcke
Sie kommen oft schleichend – und verändern dennoch vieles: Die Wechseljahre betreffen jede Frau, werden aber noch immer viel zu selten offen angesprochen. Dabei können körperliche und psychische Beschwerden den Alltag, die Gesundheit und auch das Berufsleben spürbar beeinflussen.
Anlässlich des Frauengesundheitstags am 28. Mai möchten Andrea Schrag, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harburg, und Vanessa Räuschel vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement des Landkreises das Thema stärker in den Fokus rücken. Ihr Ziel ist es, mehr Aufklärung, Verständnis und Offenheit im Umgang mit den Wechseljahren zu schaffen.
Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen zählen zu den häufigsten Beschwerden. „Viele Frauen fühlen sich damit nicht ausreichend informiert oder ernst genommen“, berichten Schrag und Räuschel. Dabei seien die Wechseljahre kein individuelles „Frauenproblem“, sondern ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betreffe – auch die Arbeitswelt.
Studien zeigen, dass viele Frauen die Wechseljahre am Arbeitsplatz noch immer als Tabuthema empfinden. Fehlende Unterstützung kann dazu führen, dass Betroffene ihre Arbeitszeit reduzieren, beruflich kürzertreten oder sogar ganz aus dem Job aussteigen. Gleichzeitig wünschen sich viele Frauen mehr Offenheit und Verständnis im beruflichen Umfeld.
„Viele Frauen funktionieren weiter, obwohl sie körperlich und psychisch stark belastet sind – häufig still und ohne Unterstützung. Genau deshalb müssen wir anfangen, offener über die Wechseljahre zu sprechen“, sagt Andrea Schrag. Der Tag der Frauengesundheit sei dafür ein guter Anlass.
Auch Vanessa Räuschel betont: „Die Wechseljahre sind keine Randerscheinung, sondern Teil der Lebensrealität vieler Frauen – auch mitten im Berufsleben.“ Die Initiative soll dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, Wissen zugänglich zu machen und eine offenere Gesprächskultur rund um Frauengesundheit zu fördern.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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