Nach 33 Jahren Engagement
Diakonisches Werk verabschiedete Ines Appel mit Gottesdienst
- Superintendent Dirk Jäger vom Vorstand des Diakonieverbandes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen verabschiedete Ines Appel mit Blumen
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Buchholzer St.-Paulus-Kirche wurde kürzlich Ines Appel verabschiedet, die mehr als 33 Jahre lang als Kirchenkreissozialarbeiterin und sozialpädagogische Geschäftsführerin für das Diakonische Werk der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen tätig war.
Ines Appel begann ihren Dienst 1992 für den Kirchenkreis Hittfeld, drei Jahre bevor mit dem Kirchenkreis Winsen der gemeinsame Diakonieverband gegründet wurde. Ihre Arbeit umfasste zunächst die soziale Beratung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie die Unterstützung der Kirchengemeinden bei diakonischen Projekten. Später erweiterte sich das Diakonische Werk Hittfeld und Winsen unter anderem um Sucht-, Schulden-, Flüchtlings- und Migrationsberatung. Unter Appels Leitung hat sich Werk auf 38 Mitarbeiter vergrößert, die sich für die Belange der Menschen im Landkreis einsetzen.
Der Vorstandsvorsitzende des Diakonieverbandes, Superintendent Dirk Jäger, betonte in seiner Predigt, dass er sich Ines Appel im Ruhestand "schwerlich nichts tuend am Strand“ vorstellen könne. Ihr beharrlicher Einsatz für die Menschen am Rande der Gesellschaft im Landkreis Harburg auf Basis des christlichen Glaubens sei bemerkenswert und so werde sie sich in anderer Form auch weiterhin für ihre Mitmenschen engagieren.
Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen (DWiN), reiste eigens aus Hannover an, um den Dank des Landesverbandes zu überbringen. Er hob hervor, dass Ines Appel in drei Amtszeiten als Präsidiumsmitglied die Geschicke des evangelischen Wohlfahrtsverbands maßgeblich mitgeprägt habe. Für ihre Verdienste überreichte er ihr das Goldene Kronenkreuz als Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für ihre Arbeit.
Ralf Burmeister, betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, blickte auf 16 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurück. Er würdigte Ines Appels Fähigkeit, mit Bedacht zu handeln und die Grundlagen für eine positive Entwicklung zu schaffen. „In deiner Zeit hier hast du unzählige Samen gesät und zur Blüte gebracht – sei es durch die Einzelfallberatungen, die von dir umgesetzten Projekte oder dein offenes Ohr für die Anliegen der Ratsuchenden und Mitarbeitenden.“
In ihrer Abschiedsrede betonte Ines Appel, die Angebote des Diakonischen Werks seien stets an die gesellschaftlichen Veränderungen angepasst worden: „Das Ausprobieren von Projekten war das Besondere an meiner Arbeit. Wenn sich diese bewährt haben, konnten daraus sogar feste Personalstellen entstehen.“ Besonders wichtig war ihr die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten in den Kirchengemeinden bei diakonischen Projekten, denn ohne ihren Einsatz wäre vieles nicht möglich gewesen. An die Anwesenden richtete Appel einen eindringlichen Wunsch für die Zukunft der sozialen und diakonischen Arbeit: „Unsere Aufgabe ist es, an der Seite der Nichtgesehenen, der nicht ausreichend wahrgenommenen Menschen zu stehen und sie darin zu unterstützen, ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben umgesetzt zu bekommen. Als christlicher Wohlfahrtverband sind wir besonders aufgefordert, dies zu tun – auch wenn es manchmal unbequem ist.“
Ihrer Nachfolgerin Katrin Studemund überreichte sie ein hölzernes Kronenkreuz, das „Markenzeichen“ der Diakonie, und schenkte ihr eine große Packung Tee, um der gebürtigen Ostfriesin in herausfordernden Zeiten eine besinnliche Auszeit im oft hektischen Alltag zu ermöglichen. Abschließend sagte sie: „Die Arbeit hat mich erfüllt – die Begegnungen mit so unterschiedlichen Menschen, etwas aus ihrem Leben zu erfahren und immer wieder etwas Neues mit den vielen Kolleginnen und Kollegen in kreativen Prozessen zu entwickeln.“
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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