Veterinäramt des Landkreises Harburg empfiehlt
Impfungen gegen Blauzungenkrankheit und West-Nil-Virus jetzt einplanen
- Empfängliche Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas etc) sollten rechtzeitig gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden, Pferde gegen das West-Nil-Virus_Symbolbild
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Das Veterinäramt des Landkreises Harburg empfiehlt Tierhalterinnen und Tierhaltern, die aktuelle Winterphase für rechtzeitige Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit und das West-Nil-Virus zu nutzen. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr nimmt die Aktivität von Mücken (Gnitzen) zu, die beide Krankheiten übertragen, wodurch das Infektionsrisiko deutlich steigt.
Empfängliche Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas etc) sollten gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden, Pferde gegen das West-Nil-Virus. Ziel ist der frühzeitige Aufbau einer wirksamen Immunität. „Eine Impfung bietet den einzigen wirksamen Schutz vor schweren Symptomen und damit vor Tierleid, Tierverlusten und wirtschaftlichen Schäden“, sagt Thorsten Völker, Leiter des Veterinäramtes. Ergänzend empfiehlt er Maßnahmen zur Mücken- bzw. Gnitzenabwehr während der Mückensaison.
Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich durch Gnitzen übertragen wird und für Menschen ungefährlich ist. Besonders betroffen sind Wiederkäuer. In Deutschland wird derzeit die Impfung gegen die weiterhin zirkulierenden Serotypen 3 und 8 empfohlen, da keine Kreuzimmunität besteht. Klinische Symptome treten vor allem bei Schafen auf und reichen von Fieber und Schleimhautentzündungen bis hin zu schweren Ödemen, Aborten und Missbildungen.
Das West-Nil-Virus, ebenfalls anzeigepflichtig, betrifft vor allem Pferde und ist seit 2018 in Deutschland nachgewiesen. Auch im Landkreis Harburg traten zuletzt vermehrt Fälle auf. Die Erkrankung kann neurologische Symptome verursachen und in seltenen Fällen tödlich verlaufen. Eine direkte Behandlung des Virus ist nicht möglich, Impfungen schützen jedoch zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen und sollten jährlich erfolgen.
Weitere Informationen stellt der Landkreis Harburg online bereit. Fragen beantwortet das Veterinäramt telefonisch unter 04171-693466 oder per E-Mail an tiergesundheit@lkharburg.de
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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