zum heutigen Weltkrebstag
Leben nach Krebs: Ein Betroffener erzählt
- Der Weltkrebstag erinnert an Erkrankung, aber auch an Hoffnung und Leben nach Krebs (Symbolbild)
- Foto: KI-generiert
- hochgeladen von Tina Lüecke
Heute ist Weltkrebstag — ein Tag, der weltweit als Erinnerung an die Auswirkungen von Krebs genutzt wird. Nach aktuellen Daten erkrankt im Laufe des Lebens etwa jede zweite Person in Deutschland an Krebs, ein Hinweis darauf, wie verbreitet die Krankheit mittlerweile ist. Laut dem Robert Koch-Institut betrifft dies rund 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen.
Gleichzeitig hat sich der Umgang mit Krebs deutlich verändert. Medizinische Fortschritte sorgen dafür, dass viele heute besser behandelbare Therapien existieren und Krebs nicht länger automatisch ein Todesurteil ist. Zudem lassen sich Risikofaktoren im Alltag reduzieren. Wissenschaftliche Einrichtungen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) zählen unter anderem Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel zu den wichtigsten verhaltensbedingten Risikofaktoren für Krebserkrankungen.
Der Krebsinformationsdienst weist zudem darauf hin, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöht, und Tabakkonsum hierzulande für rund 19 Prozent aller Krebsfälle verantwortlich ist.
Das Wochenblatt spricht mit einem Betroffenen aus der Region, der anonym bleiben möchte. Vor vierzehn Jahren erkrankte er an Hodenkrebs. Er berichtet offen:
"So blöd es klingt: Krebs hat mir gezeigt, wie gern ich eigentlich lebe. Die ersten Jahre waren schwierig, weil die Rückfallquote individuell ist und diese Unsicherheit immer mitschwingt. Das hat Zeit gebraucht.
Umso größer war für mich das Glück, trotz des Hodenkrebses eine Familie gründen zu können. Das war wie ein Wunder – und hat mich motiviert, meinen Fokus bewusst auf das Positive zu richten.
Ich versuche heute, gesundheitlich vieles richtig zu machen. Ich esse und trinke nach wie vor gern, arbeite manchmal zu viel. Aber ich mache keins dieser Dinge aus Angst oder Frust, sondern weil es Spaß macht. Sport habe ich fest in meinen Alltag integriert, weil ich durch die Schwächung der Chemo gemerkt habe, wie wertvoll ein funktionierender Körper ist – und wie dankbar ich für ihn bin.“
Heute ist Krebs für ihn kein täglicher Gedanke mehr. Kontrolltermine gehören dazu, doch Angst bestimmt seinen Alltag nicht.
Seine Geschichte macht deutlich: Krebs verändert das Leben – aber er kann auch dazu führen, Prioritäten neu zu setzen und den eigenen Körper bewusster zu schätzen. Der Weltkrebstag erinnert daran, wie wichtig Vorsorge, medizinischer Fortschritt – und der offene, angstfreie Umgang mit der Krankheit sind.
Weitere verlässliche Informationen rund um Krebs, Prävention und Leben mit der Erkrankung bietet der Krebsinformationsdienst unter: www.krebsinformationsdienst.de
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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