Umweltministerkonferenz-Demo in Hamburg verlief ohne Zwischenfälle
Trecker, soweit das Auge reichte

Auch in Buchholz rollten die Trecker durch die Stadt
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

Anfahrt der Landwirte zur Umweltministerkonferenz-Demo in Hamburg verlief ohne Zwischenfälle (thl/as). Geduld war für viele Autofahrer am Donnerstagmorgen rund um Hamburg angesagt. Der Grund: Über 4.000 Landwirte rollten mit ihren Traktoren aus dem Umland in die Hansestadt, um bei der Umweltministerkonferenz gegen die Umwelt-, Agrar- und Handelspolitik zu demonstrieren. Die Bewegung "Land schafft Verbindung", in der bundesweit rund 40.000 Bauern organisiert sind, hat zu der Protestaktion aufgerufen. Insbesondere der Aktionsplan zum Insektenschutz wird von den Landwirten kritisiert. Weder sei man vorab mit den Betroffenen in den Dialog getreten, noch seien die Folgen für die ländlichen Räume abgeschätzt worden, teilt "Land schafft Verbindung" in einer Pressemitteilung mit. Die Landwirte sehen die Versorgungssicherheit mit regionalen Lebensmitteln und ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet, beispielsweise wären bei einem Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzggebieten in einigen Bundesländern über 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche betroffen. Das Vorgehen der Minister sei ein "Schlag ins Gesicht", so die Bewegung. Die Landwirte fordern, Insekten-, Klima- und Gewässerschutz wissenschaftlich basiert, ideologiefrei und in Kooperation mit den Betroffenen so zu betreiben, dass eine wettbewerbsfähige, regionale Lebensmittelproduktion erhalten bleibt.
Das erwartete große Verkehrschaos blieb aber aus. Die Autofahrer hatten sich auf die Demo eingestellt.
In Wittorf bei Lüneburg starteten gegen 7.30 Uhr weit über 500 Traktoren. An der Kreisgrenze bei Winsen-Rottorf ging die Fahrt auf die B404 bis Geesthacht. Die Bundesstraße wurde für mehr als eine Stunden für den normalen Fahrzeugverkehr gesperrt. Autofahrer mussten warten oder Umwege in Kauf nehmen.
Rund 1.000 Traktoren legten den Verkehr auf der B75 zwischen dem Trelder Berg über Nenndorf und Tötensen bis zur Hamburger Landesgrenze lahm.
Kurios: Die Polizei spricht bei beiden Kolonnen von deutlich weniger Fahrzeugen, will auf der B404 "nur" 354 Trecker gezählt haben und auf der B75 "nur" 750.
Die Demozüge verliefen ohne Zwischenfälle. Einmal hatte sich ein Pkw-Fahrer zwischen den Treckern "verirrt", er wurde von der Polizei gestoppt.
Im Landkreis Stade hatten sich am frühen Donnerstagmorgen rund 700 Zugmaschinen auf den Weg nach Hamburg gemacht. 220 Trecker hatten sich in Stade gesammelt, weitere 220 kamen aus dem ganzen Weser-Ems Bereich über Bremervörde. In Neukloster auf dem Pfingstmarktplatz war der Treffpunkt. Von dort ging es Richtung Hamburg - und der Verkehr auf der B73 kam zum Erliegen.

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