Gesundheit auf Reisen
Urlaub im Ausland: Was bei Impfungen und Medikamenten zu beachten ist

Impfbuch und Medikamente (Symbolbild) | Foto: KI
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Gut vorbereitet in den Urlaub zu starten, kann unangenehme Überraschungen vermeiden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Harburg weist deshalb auf wichtige Aspekte rund um Impfungen, Medikamente und Gesundheitsvorsorge bei Reisen ins In- und Ausland hin.

Wer eine Reise plant, sollte sich frühzeitig über gesundheitliche Risiken und notwendige Vorsorgemaßnahmen informieren. Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb, vor einer Urlaubsreise eine reisemedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Diese wird von vielen Haus- und Kinderärzten angeboten und ist kostenpflichtig. Informationen zu reisemedizinischen Beratungen und Reiseimpfungen bietet zudem das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin unter www.tropmed-hamburg.de/reisende-patienten an. Das Gesundheitsamt selbst führt keine reisemedizinischen Beratungen durch.

Besonders wichtig ist die Überprüfung des eigenen Impfschutzes. Reisende sollten rechtzeitig klären, ob die von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen Standardimpfungen aktuell sind. Für Menschen, die ihren Impfstatus überprüfen lassen möchten, bietet das Gesundheitsamt eine monatliche Impfsprechstunde für alle Altersgruppen an. Diese umfasst eine Beratung sowie die Möglichkeit, notwendige Impfungen direkt vor Ort durchführen zu lassen.
Die Sprechstunde wird an jedem ersten Dienstag eines Monats von 15 bis 16 Uhr im Gesundheitsamt im Kreishaus A, Schloßplatz 6 in Winsen, angeboten. Anmeldungen sind unter Tel. 04171 - 693 372 möglich. Reiseimpfungen werden dort jedoch nicht durchgeführt.

Zusätzliche Impfungen können auch für Reisen innerhalb Deutschlands sinnvoll sein. Wer beispielsweise zum Wandern in den Süden Deutschlands reist, sollte über eine Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) nachdenken. Reiseimpfungen können grundsätzlich von Haus- und Kinderärzten vorgenommen werden. Eine Ausnahme bildet die Gelbfieberimpfung, die ausschließlich in zugelassenen Gelbfieberimpfstellen verabreicht werden darf.

Auch bei der Mitnahme von Medikamenten sollten Reisende rechtzeitig planen. Wer regelmäßig Arzneimittel einnehmen muss, sollte vor allem bei Flugreisen klären, ob eine Einnahme während des Fluges erforderlich ist. Für Asthmasprays und Heparinspritzen im Handgepäck ist ein ärztliches Attest notwendig.

Bei Reisen außerhalb Europas gelten teilweise besondere Bestimmungen. Reisende müssen prüfen, ob ihre Medikamente im Zielland eingeführt werden dürfen und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen. In einigen Fällen ist eine vorherige Anmeldung der Einfuhr oder eine sogenannte Überbeglaubigung der ärztlichen Verordnung erforderlich.

Für Betäubungsmittel gelten im europäischen und außereuropäischen Ausland besondere Regelungen. Diese dürfen nur in einer angemessenen Menge für die Dauer der Reise mitgeführt werden und setzen eine ärztliche Verschreibung voraus. Für jedes unter das Betäubungsmittelgesetz fallende Medikament muss der verschreibende Arzt ein eigenes Formular ausfüllen. Anschließend ist eine Beglaubigung durch das Gesundheitsamt erforderlich. Dafür werden das Originaldokument sowie ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt. Sind Angaben unvollständig oder fehlerhaft, können Korrekturen ausschließlich durch den verschreibenden Arzt vorgenommen werden. Die erforderlichen Formulare stehen auf der Internetseite des Landkreises Harburg unter dem Suchbegriff „Betäubungsmittel“ zur Verfügung.

Reisemedizinische Beratungen, Reiseimpfungen und ärztliche Atteste zählen zu den individuellen Gesundheitsleistungen und sind kostenpflichtig. Auch für Überbeglaubigungen sowie Beglaubigungen zum Mitführen von Betäubungsmitteln erhebt das Gesundheitsamt Gebühren.

Termine für die Impfsprechstunde, Überbeglaubigungen oder Beglaubigungen von Bescheinigungen für das Mitführen von Betäubungsmitteln können telefonisch unter 04171 - 693 3553 oder per E-Mail an gesundheitsamt@lkharburg.de vereinbart werden.

Neben der Vorbereitung spielt auch das Verhalten am Urlaubsort eine wichtige Rolle. „Wer im Urlaub gesund bleiben will, sollte am Ziel aber auch auf Hygiene achten“, betont die leitende Amtsärztin Astrid Schwemin. Besonders bei Speisen und Getränken gelte der Grundsatz: schälen, garen, kochen oder lieber verzichten. Sauberes Trinkwasser, persönliche Hygiene, eine saubere Unterkunft und ausreichende Erholung tragen ebenfalls dazu bei, gesundheitliche Risiken im Urlaub zu minimieren. Weitere Informationen zum Thema Reisen und Gesundheit stellt das Auswärtige Amt unter www.auswaertiges-amt.de/ReiseUndSicherheit bereit.

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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