Engagement gegen Kinderarbeit
Wincent Weiss zu Besuch am GAK
- Erlebten, welche Arbeit Kinder in einer Ziegelei in Nepal täglich verrichten müssen: die Siebtklässler des GAK und Kindernothilfe-Botschafter Wincent Weiss (3. v. re.)
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Es ist ein Dienstagvormittag wie kein anderer am Gymnasium Am Kattenberge (GAK) in Buchholz: Lehm an den Händen, Muskelkater in den Armen und ein prominenter Gast auf dem Schulhof – Sänger Wincent Weiss. Gemeinsam mit den Siebtklässlern des GAK hat der Botschafter der Kindernothilfe an einer eindrucksvollen Aktion teilgenommen, die auf ein weltweites Problem aufmerksam macht: Kinderarbeit.
- Die 7. Klassen des GAK mit Kindernothilfe-Botschafter Wincent Weiss
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Im Rahmen der Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ der Kindernothilfe und anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni schlüpften die Schülerinnen und Schüler für einen Tag in die Rolle von Ziegelarbeitern – eine bittere Realität für viele Kinder in Nepal. In einer nachgestellten Ziegelei auf dem Schulhof pressten sie Lehm in Holzformen, ließen die Masse trocknen und spürten am eigenen Körper, wie anstrengend diese Arbeit ist. „Viele Kinder hier wissen überhaupt nicht, was Kinderarbeit wirklich bedeutet. Es geht nicht darum, zwei Becher in die Spülmaschine zu räumen – es ist wirklich schwere körperliche Arbeit“, erklärte die 13-jährige Evelin aus der 7d nach dem Aktionstag. Das GAK engagiert sich bereits seit mehr als 30 Jahren für die Kinderrechte. Seit 2014 ist es offizielle „Humanitäre Schule“ und Partner der Kindernothilfe.
- Diese Schülerinnen ergatterten ein Selfie mit dem Kindernothilfe-Botschafter Wincent Weiss
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Die Herstellung der Ziegel ist dabei kein bloßes Rollenspiel. Sie ist ein symbolischer Akt für eine brutale Realität: In den Ziegeleien Nepals arbeiten Kinder oft stundenlang mit ihren Familien, um überhaupt überleben zu können. 1.000 Ziegel pro Tag schafft ein Erwachsener – unter harten Bedingungen und für einen Lohn von umgerechnet gerade einmal sechs Euro. Viele Familien sind auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen, um gemeinsam bis zu 2.000 Ziegel zu produzieren. Dabei ist Kinderarbeit in Nepal gesetzlich verboten. Doch ohne fremde Hilfe bleibt Bildung – und damit ein Weg raus – für viele Kinder unerreichbar.
- Ein besonderes "Autogramm"
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Im Einsatz für Kinderrechte
Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, war Botschafter Wincent Weiss vor Ort. „Es ist so schlimm, dass viele Kinder im globalen Süden hart arbeiten müssen und kein Kind sein dürfen“, so der 32-Jährige. Schon seit zehn Jahren ist er Botschafter der Kindernothilfe – sogar länger, als er im Rampenlicht steht, wie Weiss im Gespräch mit dem WOCHENBLATT verriet. Seine erste große Bühne sei eine Spendengala der Organisation gewesen, dort habe es angefangen. Bis heute nutzt er seine Popularität als Musiker und Coach bei „The Voice Kids“, um auf die Rechte von Kindern weltweit aufmerksam zu machen. Und dieses Engagement kommt nicht von ungefähr, denn Weiss hat ein großes Herz für Kinder. "Ich wollte eigentlich immer Erzieher werden", sagt er. Umso wichtiger sei es für ihn, mehr Sichtbarkeit für das Thema auch hier in Deutschland zu schaffen.
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Wincent Weiss zeigte sich beeindruckt von der Aktion am GAK: Die Schülerinnen und Schüler seien freundlich, lernfähig und wissbegierig gewesen. „Sie haben schnell verstanden, wie man die Ziegel herstellt – und noch schneller, wie schwer diese Arbeit wirklich ist. Selbst für mich als erwachsenen, sportlichen Mann.“ Die Vorstellung, dass Kinder dies tagein, tagaus unter ausbeuterischen Bedingungen tun müssen, sei erschreckend.
- Evelin und Lilli aus der 7d
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Schüler und Lehrer begeistert
Schulleiterin Linda Steuber sieht die Aktion als vollen Erfolg: „Wir freuen uns riesig, dass alles geklappt hat und finden es super, dass sich Wincent Weiss solch ein wichtiges Thema zur Aufgabe gemacht hat.“ Für sie ist klar: Der Besuch und das Engagement des Sängers motivieren die Jugendlichen, sich selbst aktiv einzubringen. „Es zeigt, dass auch kleine Dinge etwas bewirken können.“ Auch für die Schülerinnen Evelin und Lilli war es ein prägendes Erlebnis: „Die Aktion zeigt, wie privilegiert wir hier sind und wie die Realität für Kinder woanders aussieht“, so Evelin. Der prominente Besuch sei dabei „ein echtes Highlight“ gewesen – schließlich kenne man die Songs des Künstlers bereits seit Kleinauf, erzählt Lilli.
- Am Ende gab es noch ein gemeinsames Selfie mit Kindernothilfe-Botschafter Wincent Weiss
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Zum Abschluss der Aktion versammelten sich alle Jahrgänge vor einer kleinen Bühne, wo Wincent Weiss über seine Eindrücke und die wichtige Arbeit der Kindernothilfe sprach. Dabei gab er den Jugendlichen noch etwas mit auf den Weg: Sie sollten sich die Selbstverständlichkeiten ihres Alltags bewusst machen – und sich engagieren, wann immer es möglich ist.
- Kindernothilfe-Botschafter Wincent Weiss
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Mit ihrer Teilnahme an der Aktion setzen die Schülerinnen und Schüler des GAK – gemeinsam mit einem prominenten Unterstützer – ein deutliches Zeichen: Gegen Ausbeutung, für Gerechtigkeit und das Recht auf Kindheit und Bildung. Weitere Informationen zur Kampagne „Action!Kidz“ unter: http://www.actionkidz.de
Redakteur:Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf |
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