SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Piwecki: "Volkes Stimme ist: Macht endlich was!"
"Buchholz 2025plus" unter "sozial-ökologischen" Gesichtspunkten entwickeln

Plädiert für einen breiten Schulterschluss: SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Piwecki
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Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

os. Buchholz. Frank Piwecki macht keinen Hehl daraus, dass die vergangenen Wochen für ihn wegen der Diskussionen um das Stadtentwicklungskonzept "Buchholz 2025plus" und die Rolle der SPD politisch schwierig waren. "Ich komme mir vor, als ob ich zwischen Baum und Borke hänge", erklärt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Buchholzer Stadtrat im Hintergrundgespräch mit dem WOCHENBLATT. Piwecki geht fest davon aus, dass "Buchholz 2025plus" umgesetzt wird, auch mit breiter Unterstützung der Sozialdemokraten. Er ist sich bewusst, dass er sich dafür von seinem früheren Mentor, Ex-Bürgermeister Norbert Stein, abgrenzen muss.
Frank Piwecki betont, dass er bei "Buchholz 2025plus" auf einer "sozial-ökologischen" Umsetzung bestehen werde. Sozial, weil im Osten der Stadt Wohnungen für diejenigen entstehen sollen, die sich die oftmals teuren Mieten in Buchholz nicht (mehr) leisten können. "Ich möchte, dass die Erzieherin auch eine geeignete und bezahlbare Wohnung in unserer Stadt bekommt", sagt der Sozialdemokrat. Buchholz werde viel Zuzug erfahren, wobei er auf die Prognosen des Landkreises Harburg vertraue, nach denen die Bevölkerung in der Nordheidestadt bis zum Jahr 2035 um acht bis elf Prozent zunehmen wird. Piwecki plädiert dafür, dass die ersten Wohnungen, die von der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft umgesetzt werden sollen, teilweise bereits im kommenden Jahr gebaut werden. "Das Thema können wir schon bald anfassen."
Der ökologische Schwerpunkt soll auf der Ostumfahrung liegen, die Teil von "Buchholz 2025plus" ist. "Wir kämpfen um jeden Meter Straße", beschreibt es Piwecki. Man müsse jede Möglichkeit nutzen, die eine platzsparende und ressourcenschonende Trassenführung ermögliche. Für Teile der Sozialdemokraten im Stadtrat sei die vorgelegte Vorzugsvariante das Äußerste, was sie mittragen können. Man wolle erreichen, dass möglichst wenig Landschaft zerstört wird, so Piwecki. Die SPD habe z. B. angeregt, die Zufahrt im Süden von Buchholz zu verschieben. Ein weiteres Ziel sei, dass die Ostumfahrung nicht über die rund einen Hektar große Streuobstwiese am Krützbarg verläuft, die vor mehr als 30 Jahren angelegt wurde und für die der NABU im Jahr 2014 die Schirmherrschaft übernommen hat. Auch müsse man die potenzielle Entwicklung der Rütgersfläche berücksichtigen. Wenn jeder bereit sei, mit Außenmaß an die Planung zu gehen und auch die ein oder andere Kröte zu schlucken, werde man etwas Gutes für die Stadt Buchholz erreichen. Damit habe man die Chance, die Stadtgesellschaft wieder zu einen. "Es tut mir in der Seele weh, dass die Stadt so zerrissen ist", betont Piwecki.

Neubauplanung für Buchholzer Eisenbahnbrücke

Dem SPD-Fraktionsvorsitzenden ist sehr wohl bewusst, dass seine Partei ihren Teil zur Zerrissenheit beigetragen hat. Hintergrund: Während die SPD im Buchholzer Stadtrat die bisherige Planung von "Buchholz 2025plus" mehrheitlich mitträgt, vor allem unter dem genannten sozialen Aspekt, hintertreibt Ex-Bürgermeister Norbert Stein die Planung der Ostumgehung im Kreis-Bauausschuss. Piwecki räumt ein, dass er sich in einem "schwierigen Spannungsfeld" mit Stein befinde. Allerdings habe er erkannt, dass er sich von seinem früheren Mentor lösen müsse. "Ja, ich kämpfe mit dem politischen Erbe, löse mich aber im Sinne der Neu- und Zukunftsorientierung auch von meiner alten Position", betont Piwecki. Er kündigte an, in Kürze die Position der Buchholzer SPD bei einem Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion zu erörtern und dort Überzeugungsarbeit zu leisten.
Piwecki plädiert für einen breiten "Schulterschluss" für "Buchholz 2025plus". Man könne z. B. wieder eine "gute Infrastruktur" für die Innenstadt erreichen und dort neue Konzepte umsetzen, wenn man dort einen Großteil des Verkehrs herausbekomme. Piwecki setzt auf einen klassischen Kompromiss: "Eine Synthese zu finden, ist gerade bei der Ostumfahrung nicht hip, aber ur-demokratisch. Wenn man einen Kompromiss eingeht, sieht das für manche so aus, dass man sich mit seinen Forderungen nicht durchsetzen konnte." Es sei wichtig, zu einem Ergebnis zu kommen. Piwecki: "Volkes Stimme ist: Macht endlich was!"

Finanzdezernent Dirk Hirsch zur finanziellen Lage der Stadt Buchholz
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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