Buchholz
Dirk Hirsch wird Bürgermeisterkandidat der CDU Buchholz / Erstes Interview
- Will Bürgermeister in Buchholz werden: Dirk Hirsch
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Die CDU Buchholz hat am Freitagabend auf ihrer Aufstellungsversammlung zur diesjährigen Bürgermeisterwahl ihren Kandidaten gewählt: Mit einem starken Ergebnis von rund 88 Prozent der Stimmen wurde der Verwaltungsexperte Dirk Hirsch (parteilos) zum Bürgermeisterkandidaten der Buchholzer Christdemokraten gewählt.
Dirk Hirsch (47) ist seit August 2015 Erster Stadtrat der Stadt Buchholz und Dezernent für Finanzen, Kinder, Bildung und Soziales. Der Vater von zwei Kindern lebt mit seiner Familie in Buchholz und bringt umfassende Verwaltungs- und Führungserfahrung mit.
Zentrale Schwerpunkte
In seiner Bewerbungsrede stellte Hirsch zentrale Schwerpunkte seiner Kandidatur vor. Dazu gehören die Themen Verkehr, Wohnen und Arbeiten in Buchholz. Insbesondere will er die Verkehrsinfrastruktur qualitativ und quantitativ verbessern, die Handlungsfähigkeit der Stadt mit Hilfe solider Finanzen erhalten und die Effizienz der Verwaltung weiter stärken.
Für Hirsch bleiben zudem die östliche Umfahrung und die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und weiteren Gewerbeflächen Schlüsselprojekte, frei nach dem Motto „Leben. Wohnen. Arbeiten.“ Kurze Arbeitswege und ein funktionierender Mittelstand sind dabei besonders in den Fokus zu nehmen. „Buchholz gehört aufgrund der guten Lage innerhalb der Metropolregion weiterhin zu den Kommunen mit Wachstumspotential. Daher gehören der Ausbau der Schulen, die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der vielfältigen Vereinsangebote und der Erhalt des Gesundheits- und Krankenhausstandortes mit Niederlassung von Haus- und Fachärzten, Apotheken und Angeboten im Bereich der häuslichen Pflege zu seinen Pflichtaufgaben als künftiger Bürgermeister“, so Dirk Hirsch. „Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, in unserer Stadt zu leben“. Getreu dem Motto: „Ein Leben lang in Buchholz“
Ein Dank für das Vertrauen
„Ich danke der CDU Buchholz für das große Vertrauen und das klare Votum. Ich freue mich sehr über die Unterstützung und bin bereit, als Bürgermeister, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen“, erklärt Hirsch nach der Wahl. „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Buchholzer Stadtrat und der Buchholzer Stadtverwaltung möchte ich meine Erfahrung und Expertise nutzen, um Buchholz als lebenswerte Stadt zu erhalten, weiterzuentwickeln und zukunftsfest aufzustellen.“
Das WOCHENBLATT führte direkt nach der Wahl ein Interview mit Dirk Hisch:
WOCHENBLATT: Warum wollen Sie Bürgermeister werden?
Dirk Hirsch: Nach zehneinhalb Jahren als Erster Stadtrat habe ich große Lust und reizt es mich sehr, den nächsten Schritt zu gehen und noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Mir macht der Job im Rathaus viel Spaß und ich habe viele Ideen und Vorstellungen, die Themen der Stadt positiv fortzuführen und voranzubringen. Ich möchte gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung und den politischen Vertretern anpacken, denn es gibt viel zu tun!
WOCHENBLATT: Wo sehen Sie Ihre Stärken und was werden Sie delegieren?
Dirk Hirsch: Meine Stärke und Kompetenz liegen ganz klar im Bereich der Verwaltung. Durch meine langjährige Erfahrung und vielfältigen Aufgaben bin in ich mit allen wichtigen Themen der Stadt vertraut. Bei den vielfältigen Herausforderungen, die vor uns liegen, ist es besonders wichtig, das große Ganze zu sehen und nicht nur einen Bereich und sich dadurch im kleinklein zu verlieren. Und genau das kann ich. Meine Einschätzung „Alles hängt mit allem zusammen“ gilt gerade für die großen Themen unserer Stadt und dies werde ich mit besonderen Augenmerkt berücksichtigen. Wir haben engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stadt. Durch Delegation von Aufgaben möchte ich die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter stärken.
WOCHENBLATT: Was werden Sie gegenüber Ihrem Vorgänger anders machen?
Dirk Hirsch: Jan-Hendrik Röhse und ich unterscheiden uns in vielfältiger Art und Weise und dennoch haben wir gemeinsame Vorstellungen, welche die Entwicklungen der Stadt Buchholz in der Vergangenheit positiv geprägt haben. Mit Blick auf vorhandene Kompetenzen und Anforderungen seitens der Gesellschaft, werde ich anderen Themenschwerpunkte setzen. z.B. beim Wohnen: Fehlender Wohnraum und hohe Mieten sind Themen, denen ich mich als Bürgermeister intensiv widmen möchte.
WOCHENBLATT: Was läuft in Buchholz gut und was nicht?
Dirk Hirsch: Bei den Finanzen stehen wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Vergleich zu ähnlichen Kommunen gut da, wir haben in den vergangenen Jahren sogar Schulden abgebaut. Dies ist den wenigsten Kommunen in Niedersachsen geglückt. Diese Ausgangslage gibt uns Handlungsspielraum für die kommenden Aufgaben. Zudem hat Buchholz das Glück, mutige Unternehmer sowie eine engagierte Stadtgesellschaft inklusive ausgeprägtem Ehrenamt zu haben. Dies gilt es zu erhalten und weiter zu stärken. Und dank getroffener Investitionen haben wir das Thema Kinderbetreuung in den Krippen und Kitas und gut im Griff. Gleiches gilt für unsere Grundschulen. Nicht gut läuft es beim Thema Verkehr. Die Infrastruktur ist qualitativ und quantitativ für eine gewachsene Stadt wie Buchholz nicht ausreichend, da müssen wir aufholen. Auch bei der Schaffung von Wohnraum, Ausweisung von Gewerbeflächen und bei der Sauberkeit - gerade in der Innenstadt - haben wir Nachholbedarf.
WOCHENBLATT: Sie würden für acht Jahre gewählt. Was soll sich bis dahin getan haben?
Dirk Hirsch: Ich möchte auf jeden Fall, dass die Handlungsfähigkeit der Stadt erhalten bleibt, damit wir weiter in den erforderlichen Ausbau der Infrastruktur investieren können und Buchholz eine lebenswerte Stadt bleibt. Dazu gehört u.a., dass die Innenstadt belebt und attraktiver wird. Zudem möchte ich, dass wir wichtige Projekte, wie z.B. die Südtangente oder den Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen, umgesetzt haben. Gerade die Südtangente ist wichtig für die Entwicklung der Innenstadt. Schließlich möchte ich Buchholz nach dem Motto „Leben. Wohnen. Arbeiten.“ entwickeln. Dazu gehört vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Es darf nicht sein, dass – wie gerade geschehen – ein gut ausgebildetes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr aus Buchholz wegzieht, weil sich die Familie die Wohnung nicht mehr leisten kann.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der Erhalt des Gesundheits- und Krankenhaustandortes Buchholz. Gemeinsam mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten gilt es mit aller Kraft den Standort Buchholz in kommunalen Händen zu halten und das Angebot für die Bürgerinnen und Bürgern aufrechtzuerhalten und stetig zu verbessern.
WOCHENBLATT. Vielen Dank für das Interview.
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