Verkehrsinseln am Steinbecker Mühlenweg
FDP zieht Antrag zur Abrundung des Bordsteins zurück
- Abplatzungen und Streifspuren am Kantstein
- Foto: pm
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Zunächst warf ihre Platzierung Fragen auf, dann sorgten sie für platte Reifen und nun forderte die FDP einen Umbau: Die Rede ist von den zwei Verkehrsinseln an der Kreuzung Steinbecker Mühlenweg / In den Bergen / Rehkamp in Buchholz, die jeweils rechts und links an der Einmündung zum Rehkamp installiert sind. September vergangenen Jahres machte ein achtsamer WOCHENBLATT-Leser die Redaktion erstmals auf die Baumaßnahme aufmerksam, die die Sicht für Radfahrer verbessern soll.
Bei der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Ordnung, Feuerschutz und Kommunalbetrieb am Mittwoch stand nun ein Antrag der FDP auf der Tagesordnung, in dem die Abrundung des Inselbordsteins sowie der Abbau der zweiten Insel gefordert wurde, da diese keinen Nutzen für Radfahrer hätte, sondern nur eine Einschränkung darstellen würde.
Die geforderte Abrundung sollte dem Schutz von Autoreifen dienen. So berichtete das Autohaus Bardowicks im Oktober vergangenen Jahres, dass in der Woche nach der Installation rund fünf Pkw mit kaputten Reifen die Werkstatt aufsuchten.
Doch der Antrag, vertreten durch Dr. Martin Pries (FDP), fand im Ausschuss nur wenig Anklang. "Mit der ersten Geschichte könnten wir mitgehen, die Kante ist relativ hart, die zweite Einschränkung ist aber durchaus sinnvoll, weil die Autos sonst vor dem Rehkamp wieder auf die Pflasterfläche zurückfahren würden und das ist gerade der Effekt, der nicht sein sollte", erwiderte Martin Natorp (SPD). Er erläuterte: "Die Radfahrer und Fußgänger können die Fläche ja nutzen, um besser in den Steinbecker Mühlenweg, der da in der Kurvenlage herankommt, einsehen zu können."
Sophie Arps (CDU) warf zudem die Frage auf, ob sich die Stadt einen Umbau der Verkehrsinseln überhaupt leisten wolle. Allein die bereits seit Oktober geplante Maßnahme der Verwaltung, die Inseln mit neuen Leitlinien sichtbarer zu machen, käme ihr mit 4.000 Euro zu teuer vor. Doch die Verwaltung entgegnete, dass es sich nun mal nicht um normale, sondern um reflektierende Farbe handelt. Die wäre eben kostspieliger.
Abrundung nicht möglich
Der Antrag zur Abrundung des Bordsteins sei von der Verwaltung bereits geprüft wurden. Das Ergebnis: Das Abschleifen der Steine würde laut Experten dazu führen, dass alles auseinanderbricht. Die Steine müssten komplett ersetzt werden.
Pries schlug letztlich einen Kompromiss vor: "Die Leitlinien ergeben Sinn, aber nur auf einer Seite. Im Norden, von wo die Autos kommen. Die im Süden können weg, dann sparen wir vielleicht noch ein bisschen Geld. Wenn die Markierungen so kommen, dann ziehe ich den Antrag zurück." Die Verwaltung willigte ein.
Redakteur:Armon Böhm aus Winsen |
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