Mehrere Bauabschnitte sind denkbar
Ostring ist und bleibt Schlüsselprojekt für die Stadtentwicklung
- Landrat Rainer Rempe (v. li., CDU), Bürgermeisterkandidat Dirk Hirsch und Jan Bauer (CDU, MdL) plädieren für Beginn der Ostring-Planungen
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Der Ostring gehört seit vielen Jahren zu den großen Zukunftsprojekten der Stadt Buchholz. Für Bürgermeisterkandidat Dirk Hirsch, Landrat Rainer Rempe und den CDU-Landtagsabgeordneten Jan Bauer steht fest: Die Verbindung wird gebraucht. Zugleich wollen sie neuen Schwung in die Diskussion bringen und auch über eine schrittweise Umsetzung des Projekts nachdenken.
„Buchholz hat enormes Potenzial. Wir wollen neue Wohnungen schaffen, unsere Innenstadt weiterentwickeln und gute Bedingungen für Gewerbe und Arbeitsplätze bieten. Das funktioniert aber nur, wenn die Infrastruktur mitwächst", sagt Dirk Hirsch. Für ihn gehört der Ostring deshalb zu den zentralen Aufgaben der kommenden Jahre.
Dabei gehe es um mehr als eine zusätzliche Straße. Der Ostring würde eine weitere leistungsfähige Querung der Bahn schaffen und neue Möglichkeiten für die Entwicklung und Entlastung der Stadt eröffnen. Insbesondere neue Wohnbauflächen südlich der Bahn seien ohne eine entsprechende verkehrliche Anbindung nur schwer vorstellbar. Zugleich könne die Innenstadt von Verkehr entlastet und damit Raum für ihre weitere Entwicklung geschaffen werden.
Hirsch verweist auch auf den Bürgerwillen: „Die Buchholzerinnen und Buchholzer haben sich in der Bürgerbefragung für den Ostring ausgesprochen. Dieses Votum ist für mich ein klarer Auftrag. Wir sollten deshalb nicht jedes Mal wieder bei null anfangen, sondern darüber sprechen, wie wir das Projekt tatsächlich umsetzen können."
Landrat Rainer Rempe hebt vor allem die Bedeutung einer zusätzlichen Bahnquerung hervor: „Die Bahntrasse teilt Buchholz verkehrlich an einer entscheidenden Stelle. Eine weitere leistungsfähige Verbindung wäre deshalb nicht nur für den täglichen Verkehr wichtig. Gerade für Rettungsdienst und Feuerwehr können zuverlässige und leistungsfähige Verkehrswege entscheidend sein". Darüber hinaus betont Landrat Rempe die Bedeutung für die gesamte Region und deren Wachstumsmöglichkeit.
Für Jan Bauer ist klar, dass die Verkehrsinfrastruktur mit der Entwicklung der Stadt Schritt halten muss. „Buchholz ist über Jahrzehnte gewachsen – bei Einwohnern, Arbeitsplätzen und Pendlerverkehren. Unser Straßennetz ist aber im Wesentlichen dasselbe geblieben. Das müssen wir nachholen." Bereits in der Vergangenheit hatte Bauer für eine zusätzliche leistungsfähige Verkehrsachse geworben; auch die Abhängigkeit von der Canteleubrücke hatte er dabei als Schwachstelle bezeichnet.
Hirsch möchte deshalb auch bei der Umsetzung neue Wege prüfen. Statt darauf zu warten, dass sich das gesamte Projekt in einem Schritt realisieren lässt, könne ein sinnvoller erster Abschnitt vorgezogen werden. Denkbar wäre aus seiner Sicht beispielsweise eine Verbindung zwischen Lüneburger Straße und Bendestorfer Straße. Dies muss aber auch unter Berücksichtigung der Förderfähigkeit funktionieren und im Gesamtkontext gedacht werden. „Vielleicht müssen wir uns ein Stück von dem Gedanken lösen, dass der Ostring entweder sofort komplett gebaut wird oder gar nicht", sagt Hirsch. „Wenn ein erster Abschnitt verkehrlich sinnvoll ist, planbar und finanzierbar umgesetzt werden kann, sollten wir diese Möglichkeit ernsthaft prüfen. Entscheidend ist für mich, dass wir endlich vom jahrelangen Diskutieren wieder ins Handeln kommen."
Rempe und Bauer unterstützen den Ansatz, unterschiedliche Varianten ohne Vorfestlegung zu prüfen. Bauer: „Nach all den Jahren braucht der Ostring keine neue Grundsatzdebatte. Wir brauchen kreative, aber realistische Vorschläge, wie wir Schritt für Schritt vorankommen können. Dirk Hirsch setzt genau an diesem Punkt an. Das halte ich für den richtigen Weg."
Für Hirsch bleibt dabei das langfristige Ziel klar: „Der Ostring ist kein Selbstzweck. Er soll Buchholz die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln – mit neuen Wohnungen, einer attraktiven Innenstadt und einer Infrastruktur, die zu einer wachsenden Stadt passt. Dafür möchte ich als Bürgermeister arbeiten."
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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