Bürger kritisiert Baulandpreise
Teures Wohnen auf dem Ritscher-Gelände

Die Erschließungsarbeiten auf dem Ritscher-Gelände gehen auf die Zielgerade
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os. Sprötze. Die Briefe, die jüngst von der May-Gruppe an Interessenten von Baugrundstücken auf dem sogenannten Ritscher-Gelände in Sprötze versendet wurden, haben teilweise zu Kritik geführt. Grund sind die Preise, die für das Land im Buchholzer Südwesten aufgerufen werden: Die Angebots-preise würden innerhalb des Baugebietes, abhängig von den jeweils zulässigen Bebauungsprojekten, zwischen 360 und 400 Euro pro Quadratmeter variieren.
Wie berichtet, sollen an der Bürgermeister-Kröger-Straße, wo früher u. a. Ritscher-Trecker gefertigt wurden und später die Firma Schneider Senator Maschinenteile herstellte, 55 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilien- sowie in Reihenhäusern entstehen. Die rund 40 Baugrundstücke haben eine Größe zwischen etwa 550 und 950 Quadratmetern. Derzeit laufen die Erschließungsarbeiten, diese sollen in Kürze abgeschlossen werden.
Die Preise lägen doppelt so hoch wie auf der Bodenrichtwertkarte (Stand 2019) für Sprötze verzeichnet, kritisiert WOCHENBLATT-Leser Christian Buck. Wie es sein könne, dass Sprötze die zweitteuerste Ecke in Buchholz nach der Innenstadt sei, fragte er in einer E-Mail an die Bauverwaltung, die dem WOCHENBLATT vorliegt.
Das WOCHENBLATT fragte bei der May-Gruppe nach, wie die Preise zustande kamen. "Wir hatten im Vorfeld außergewöhnlich hohe Kosten, um das Areal überhaupt für eine Bebauung vorzubereiten", erklärt Projektleiter Jörg Ruschmeyer. Das liege an der Vornutzung des Grundstücks und an Vorrichtungen, die in keiner Karte verzeichnet waren. "Wir sind gehalten, Einnahmen zu generieren, und deshalb gezwungen, den Kaufpreis an unsere Vorleistungen anzupassen. Das war am Anfang des Projekts so nicht geplant", sagt Ruschmeyer. Dafür habe man trotz der Widrigkeiten an dem Projekt festgehalten und liefere ein gutes Produkt.
Das Interesse an den Baugrundstücken sei unverändert hoch, nur wenige Interessenten hätten sich wegen der deutlich höheren Preise abgewandt. Ruschmeyer verwies Letztere auf ein weiteres Neubauprojekt, das die May-Gruppe in Sprötze plant: Er hofft, dass die Vorplanung und die Beratungen in der Politik für das Areal an der Kakenstorfer Straße bis Ende des Jahres abgeschlossen sind.

Grünes Licht für Ritscher-Gelände
Die Erschließungsarbeiten auf dem Ritscher-Gelände gehen auf die Zielgerade
Das Areal von der Straße "Am Versberg" aus gesehen
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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