Rotte ist wieder in Buchholz aktiv
Wildschweine als Dauerproblem

Wildschweine gehen auf der Suche nach Nahrung auch in Wohngebiete
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"Ich habe mich mehrfach mit der Bitte an die Stadt gewandt, tätig zu werden. Richtig geholfen wurde mir aber nicht", berichtet Sascha Thielert, der in der Nähe des Steinbachtals wohnt. Die Tiere, berichtet er, hätten ihre Scheu weitgehend verloren und beschränkten ihre Nahrungssuche nicht nur auf die Nachtzeit. Offenbar gehen die Wildschweine dabei sehr geschickt vor und verursachen kaum Geräusche. "Obwohl die Tiere direkt auf unserem Grundstück waren, hat unser Hund nicht angeschlagen", erklärt Thielert. Er fordert, dass sich die Stadt Buchholz des Problems jetzt ernsthaft annimmt.
Das Grundproblem hat sich in den vergangenen Jahren, in denen immer wieder Wildschweine Grundstücke verwüsteten, nicht geändert: Das Gebiet, in dem die Tiere leben, liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet.
Und: Das Steinbachtal ist seit 1957 kein Jagdgebiet mehr. Die Borstentiere aus dem von Wohngebäuden gesäumten Steinbachtal zu bekommen, ist deshalb besonders schwierig.
In der Vergangenheit hat die Stadt Buchholz mehrfach einen Berufsjäger damit beauftragt, einzelne Tiere aus den jeweiligen Rotten zu erschießen. Das ist offenbar auch das Mittel der Wahl in diesem Jahr: Man habe erneut einen Jäger beauftragt, Wildschweine zu schießen, erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. Ein Standort sei bereits gefunden. Das genaue Datum für die Jagd steht noch nicht fest.
Derzeit gibt es laut Kreisjägermeister Norbert Leben einen relativ hohen Wildschweinbestand im Landkreis Harburg. Nach dem Abernten der Maisfelder fühlten sich die Tiere gerade in Gebieten wie dem Steinbachtal mit reichlich Schilf zum Verstecken sehr wohl. Auf der Suche nach tierischem Eiweiß (z. B. Engerlinge oder Regenwürmer) als Nahrung zögen sie von dort immer wieder los.
Leben betont, dass die Kreisjägerschaft der Stadt Buchholz mehrfach Hilfe im Kampf gegen die Rotten im Steinbachtal angeboten hat. "Wenn sie mitgegangen wäre und die rechtlichen Voraussetzungen für die Jagd dort geschaffen hätte, hätten wir das Problem in der vorliegenden Form nicht", betont er. Er bezweifelt, dass die Jagd auf einzelne Tiere den gewünschten Effekt bringt: "Damit wird das Problem nicht kleiner." Man sei weiter zur Mithilfe bereit. Leben: "Irgendwann muss im Steinbachtal etwas passieren!"

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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