Energiewegweiser Landkreis Harburg
Mit HeizCheck Kosten berechnen und vergleichen

Die Heizsaison beginnt | Foto: andreypopov123rfVZBV_wd_49-21
  • Die Heizsaison beginnt
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Der Sommer ist vorbei, der Herbst beginnt und damit auch die Heizperiode. Doch was bedeutet das für das eigene Portemonnaie? Und wo steht man mit den eigenen Heizkosten im Vergleich? Einen Überblick gibt der neue Heizspiegel für Deutschland 2025 der gemeinnützigen Beratungsfirma co2online, der direkt über den Energiewegweiser des Landkreises Harburg zu erreichen ist: www.energiewegweiser.de/heizspiegel.
Der Heizspiegel bietet mit nur wenigen Klicks einen bundesweiten Heizkostenvergleich nach Wohnfläche des Gebäudes. Grundlage sind deutschlandweite Durchschnittswerte. Dazu wurden rund 90.000 Gebäudedaten ausgewertet. Auf dem Energiewegweiser des Landkreises Harburg können die Nutzerinnen und Nutzer dann mit dem Heizkostenrechner HeizCheck schnell und individuell ihre Heizkosten berechnen. Sie erhalten dabei nicht nur genaue Daten, sondern auch Angaben darüber, wo sie im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Der HeizCheck verrät zudem, wie sie ihre Heizkosten dauerhaft senken können.

„Das Sparpotenzial ist enorm“, sagt Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath. „Die meisten Menschen schätzen ihren Verbrauch und den Einfluss schon kleinster Maßnahmen auf die Kosten aber falsch ein. Dabei lässt sich schon mit wenig Einsatz viel erreichen – zum Beispiel mit programmierbaren Thermostaten, richtigem Lüften und einem Sparduschkopf. Besonders viel erreichen Sie mit einer modernen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien in einem sanierten Haus.“

Die Heizkosten sind nach der Auswertung von co2online im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Heizen mit Gas beispielsweise wird im Schnitt um 15 Prozent teurer. So machen die durchschnittlichen Heizkosten für eine mit Erdgas beheizte 70 Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus etwa 1180 Euro aus. Die Heizkostenspanne ist aber groß: Sie liegt zwischen 630 und 1560 Euro. Im Einfamilienhaus mit 100 Quadratmetern sind es durchschnittlich zwischen 690 und 2321 Euro bei der Gasheizung, fürs Heizöl werden zwischen 990 bis 2611 Euro fällig.

Gerade bei der Heizung ist das Sparpotenzial enorm: „85 Prozent der Energie im Haushalt werden für Wärme und Warmwasser verbraucht“, erläutert Waltenrath. Doch 47 Prozent der Deutschen wissen gar nicht genau, wieviel Heizenergie sie eigentlich verbrauchen. Hinzu kommt: Mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient.“

Hohe Heizkosten können vielfältige Ursachen haben. Vielleicht arbeitet der Heizkessel im Gebäude ineffizient oder bei dem Heizverhalten ist Luft nach oben. „Allein durch die richtige Einstellung der Raumtemperatur das korrekte Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung und einen reduzierten Warmwasserverbrauch lassen sich kurzfristig bis zu zehn Prozent Energie sparen“, rät Waltenrath. „Noch effektiver sind technische Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich, ein Austausch von Pumpen oder eine Dämmung von Heizungsrohren. Die höchsten Einsparungen ließen sich nur durch umfangreichere Investitionen erzielen, etwa durch den Austausch von Fenstern, eine Dämmung der Gebäudehülle oder den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.“

Das lohnt sich, v.a. langfristig. Die Beratungsgesellschaft co2online geht davon aus, dass die Heizkosten auch 2026 weiter steigen. 90 Prozent aller Haushalte können nach Einschätzung von co2online durch Verhaltensänderung und Modernisierungen die Heizkosten im Schnitt um etwa 400 Euro im Jahr senken. Grundsätzlich gelte aber: Fossile Heizungen sind langfristig eine Kostenfalle. In den nächsten 20 Jahren könnten die Heizkosten für Gas und Öl etwa dreimal so hoch ausfallen wie heute. Wärmepumpen werden voraussichtlich das kostengünstigste Heizsystem bleiben. Ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Gasheizung verursacht demnach über einen Zeitraum von 20 Jahren Heizkosten in Höhe von rund 120.000 Euro. Durch eine energetische Modernisierung und den Wechsel zu einer Wärmepumpe sinken die Kosten im gleichen Zeitraum auf etwa 16.000 Euro.

„Energie sparen lohnt sich daher weiterhin – und das doppelt“, betont Klimaschutzmanager Waltenrath. „Das hilft nicht nur dem eigenen Portemonnaie, sondern ist durch CO2-Reduzierung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Dabei kann jeder Einzelne aktiv werden – ohne dass auf behagliche Wärme verzichten werden muss.“

Der Heizspiegel gibt eine erste Orientierung zum Heizenergieverbrauch und zeigt deutlich, wie hoch die Heizkosten im Vergleich sind – und ob die eigenen vier Wände einen niedrigen, durchschnittlichen oder erhöhten Verbrauch aufweisen. Besonderheiten der Wohnung werden aber noch nicht berücksichtigt.

Tipps zum Einsparpotenzial gibt es bei der individuellen Beratung. Die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg bietet dazu verschiedene Beratungsformate und Informationen an – wahlweise persönlich oder in einem der zahlreichen Online-Vorträgen sowie über die virtuelle Energieagentur www.energiewegweiser.de . Dort finden sich neben einem Schwerpunkt rund ums Heizen und Energiesparmaßnahmen für die eigenen vier Wände auch weitere Informationen über das vielfältige Klimaschutz-Serviceangebot für den Landkreis Harburg. Wer Sanierungen plant, ist beispielsweise beim ModernisierungsCheck und beim FördermittelCheck gut aufgehoben.

Landkreis und Verbraucherzentrale Niedersachsen bieten zudem regelmäßige kostenfreie Energieberatungen mit unabhängigen und neutralen Energieberatern im Kreishaus Winsen sowie in den Rathäusern Buchholz, Elbmarsch, Hanstedt und Neu Wulmstorf an. Terminbuchungen sind ebenfalls über www.energiewegweiser.de unter der Aktionskachel „Energieberatung im Rat-/Kreishaus“ möglich.

Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg, Telefon 04171-6936601.

(Landkreis Harburg/jvp).

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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