Weltkongress in Lissabon
Neue Impulse für die Geburtshilfe: Hebammen aus dem Landkreis Harburg tauschen sich weltweit aus
- Die Buchholzer und Winsener Hebammen Katrin Wellen (v. li.), Heike Richter und Cornelia Franke beim internationalen Hebammenkongress in Lissabon
- Foto: Krankenhäuser Buchholz-Winsen
- hochgeladen von Tamara Westphal
Olá Lissabon! Internationale Einblicke in die Hebammenarbeit: Krankenhäuser Buchholz und Winsen beim Hebammenkongress in Portugal
Unter dem Motto „One Million More Midwives“ trafen sich im Juni 2026 rund 3.000 Hebammen aus etwa 120 Ländern zum 34. Internationalen Hebammenkongress (IMC) in Lissabon. Auch drei erfahrene Hebammen aus den Krankenhäusern Buchholz und Winsen waren fünf Tage lang hautnah vor Ort dabei, um sich mit den internationalen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Neben wertvollen fachlichen Impulsen prägten vor allem die persönlichen Begegnungen mit Hebammen aus aller Welt und der damit verbundene Erfahrungsaustausch die Veranstaltung.
Neue Perspektiven und Impulse für die Geburtshilfe
Katrin Wellen, seit 17 Jahren Hebamme im Krankenhaus Buchholz, nahm das erste Mal an dem international ausgerichteten Hebammenkongress teil, der alle drei Jahre an einem anderen Ort auf der Welt stattfindet, und war begeistert: „Mich hat beeindruckt, wie viele unterschiedliche Perspektiven die Hebammenarbeit weltweit hat. Die Vernetzung und der Austausch - auch auf internationaler Ebene – sind so bedeutend! Das stärkt die Zusammenarbeit, fördert die Sichtbarkeit des Hebammenberufes und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Zukunft der Geburtshilfe mitzugestalten und langfristig zu sichern. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg hat mir auch noch einmal gezeigt, auf welch hohem Niveau wir in unseren Krankenhäusern hier im Landkreis Harburg arbeiten: familiäre Atmosphäre und individuelle Betreuung auf der Grundlage von hoher fachlicher Expertise!“ Die Stimmung in der Stadt und das Wir-Gefühl unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seien ganz besonders gewesen. „Es gab einen gemeinsamen Marsch vom Hafen in die Stadt, um auf den weltweiten Hebammenmangel aufmerksam zu machen“, erklärt Katrin Wellen.
Der internationale Austausch mache einmal mehr deutlich, dass der Mangel an Hebammen vielerorts ein großes Problem der geburtshilflichen Versorgung darstellt, das gemeinsame Lösungen und eine stärkere Förderung des Berufs erfordert.
(Krankenhäuser Buchholz-Winsen/tw).
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