"Jugend trainiert für Olympia": Basketballerinnen des Buchholzer Gymnasiums am Kattenberge werden deutscher Vizemeister
Ganz knapp vorbei an der großen Sensation

Das erfolgreiche GAK-Team: (hinten, v. li.) Trainer Hans Wurps, Annina Zekert, Carlotta Vittali, Melda Tölle, Sara Soltysiak, Sportlehrer Christoph Reise sowie (unten, v. li.) Nike Fortmann, Lisa Düll, Yasmine Benecke, Emilie Gerdau und Lotta Stach
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  • Das erfolgreiche GAK-Team: (hinten, v. li.) Trainer Hans Wurps, Annina Zekert, Carlotta Vittali, Melda Tölle, Sara Soltysiak, Sportlehrer Christoph Reise sowie (unten, v. li.) Nike Fortmann, Lisa Düll, Yasmine Benecke, Emilie Gerdau und Lotta Stach
  • Foto: GAK
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Die Basketballerinnen des Buchholzer Gymnasiums am Kattenberge (GAK) standen laut der Organisatoren von "Jugend trainiert für Olympia" kurz vor der "wohl größten Sensation in der Geschichte des Wettbewerbs": Erst im Finale mussten sich die Akteurinnen von Trainer Hans Wurps vor 500 Zuschauern in der Sporthalle Charlottenburg dem Seriensieger, dem Basketball-Bundesstützpunkt Schloss Hagerhof aus Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen), mit 34:38 geschlagen geben. Bis 2:30 Minuten vor dem Ende hatten die GAK-Spielerinnen um die herausragende Jugend-Nationalspielerin Lotta Stach noch mit einem Punkt geführt. Schon auf dem Weg ins Finale hatten sich die Buchholzerinnen gegen weitere Stützpunkt-Schulen sensationell gut geschlagen, und das, obwohl mit Melda Tölle eine der Säulen des Teams wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel.
Wie ungleich die Voraussetzungen vor dem Turnier waren, verdeutlichte GAK-Sportlehrer Christoph Reise: "Wir haben im Kalenderjahr 2019 ganze zwei Mal zusammen trainiert, die Hagerhofer, die alle Basketball-Talente des Jahrgangs aus Nordrhein-Westfalen im Internat zusammenziehen, damit sie Profi werden, trainieren jeden Tag in der Schule zwei Mal!"
Im ersten Spiel des Bundesfinals in Berlin hatte das GAK die Basketball-Stützpunktschule Deutschhaus-Gymnasium Würzburg am Rand einer Niederlage. Würzburg erzwang mit einem Verzweiflungswurf fast vom eigenen Korb mit der Schlusssirene die Verlängerung, am Ende verlor Buchholz knapp mit 24:26. Nach Siegen gegen die "Eliteschule des Sports" Alter Teichweg in Hamburg, die durchweg mit Spielerinnen aus der Jugend-Basketballbundesliga angetreten war (42:37), und die Oberschule Findorff aus Bremen (43:8) zog das GAK in die Finalrunde ein.
Diese begann perfekt für den Außenseiter: Da Hamburg als Vorrunden-Zweiter ebenfalls in die Finalrunde eingezogen war, nahm das GAK zwei Punkte mit in den weiteren Turnierverlauf. Durch den klaren 35:12-Sieg gegen das Gymnasium Theresianum Mainz (Rheinland-Pfalz), ebenfalls Sport-Schwerpunktschule, hatte Buchholz das Halbfinale bereits sicher. Deshalb konnte Trainer Hans Wurps bei der bedeutungslosen 22:31-Niederlage gegen das Gottfried-Keller-Gymnasium aus Berlin seine Topspielerinnen schonen.
Im Halbfinale führten die wie entfesselt aufspielende Lotta Stach sowie Nike Fortmann (beide Hurricanes Scheeßel) das GAK zum 32:19-Sieg gegen die Main-Taunus-Schule Hofheim aus Hessen. Der Lohn war das Finale, "das niemand, der dabei war, trotz der knappen Niederlage jemals vergessen wird", wie GAK-Lehrer Christoph Reise berichtet.
"Wir werden noch in 30 Jahren davon schwärmen, dass wir als normales Gymnasium und absoluter Außenseiter zwischen den ganzen Basketball-Internaten deutscher Vizemeister werden", lobte Trainer Hans Wurps. "Wir hatten einen unfassbaren Spirit im Team, und so kann man in einzelnen Spielen auch nominell stärkere Teams besiegen."
Sechs Jahre lang spielten die GAK-Basketballerinnen zusammen, sechs Mal erreichten sie mindestens das Landesfinale. Es war der letzte Auftritt bei "Jugend trainiert für Olympia", weil die Schülerinnen im kommenden Jahr zu alt für den Wettbewerb sind.

Das erfolgreiche GAK-Team: (hinten, v. li.) Trainer Hans Wurps, Annina Zekert, Carlotta Vittali, Melda Tölle, Sara Soltysiak, Sportlehrer Christoph Reise sowie (unten, v. li.) Nike Fortmann, Lisa Düll, Yasmine Benecke, Emilie Gerdau und Lotta Stach
Bei der Rückkehr nach Buchholz wurde das erfolgreiche Team mit einem Banner von Freunden und Eltern empfangen

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