Gehandicapt ins Ziel

Gut gelaunt am Elbdeich: Sven Papendorf auf der Ironman-Radstrecke in Hamburg
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Triathleten Sven Papendorf und Reiner Wieneke trotzen ihren Verletzungssorgen

os. Jesteburg/Buchholz. Dass wegen der hohen Konzentration von Blaualgen in der Alster am vergangenen Sonntag aus dem Ironman-Triathlon in Hamburg ein Duathlon wurde (Laufen und Rad fahren), passte Sven Papendorf (46) gar nicht: Der WOCHENBLATT-Sportler des Jahres 2016 aus Jesteburg hatte in den vergangenen Monaten im Training verletzungsbedingt den Fokus aufs Schwimmen und Rad fahren legen müssen. "Also lautete mein Plan: das Beste draus machen und bei schwierigen Bedingungen möglichst gesund ankommen", berichtet Papendorf. Am Ende erreichte Papendorf nach 6 Kilometer Laufen, 178 km Rad fahren und dem abschließenden Marathonlauf nach 9:31:37 Stunden das Ziel. In der Altersklasse 45 bis 49 reichte das für Rang 56.
Nach zwei sehr guten Disziplinen (26:42 Minuten für die ersten sechs Laufkilometer, 4:57:07 Stunden fürs Radfahren) war der Marathonlauf wegen des nicht ausreichenden Trainings eine Tortur. "Der zweite Halbmarathon war wirklich schlecht mit zu langen Pausen an den Verpflegungsstellen und großen mentalen Schwächen", berichtet Papendorf. Er dankte der Familie und den Helfern an der Strecke, die ihm gerade in der letzten Laufrunde zur Seite standen.
Papendorfs Blick ging sofort auf seinen persönlichen Saisonhöhepunkt: Anfang September startet er bei der Ironman 70.3-WM im südafrikanischen Port Elizabeth. "Bis dahin wird meine Form wieder stimmen", ist sich der sympathische Jesteburger sicher.
• Ihren persönlichen Saisonhöhepunkt erleben Rainer Brase, Reiner Wieneke und Jochen Menzel bereits am morgigen Sonntag, 5. August: In Glücksburg treten die drei Senioren, die gemeinsam auf fast 200 Lebensjahre kommen, beim dortigen Ironman in der Staffel an. "Ich hoffe, dass wir gut durchkommen. Unsere geplante Zeit müssen wir wegen des Wetters wohl um eine Stunde verlängern", sagt Reiner Wieneke, der die 180-km-Radstrecke fahren wird. Beginnen wird Schwimmer Brase, Jochen Menzel beschließt die Staffel mit dem Marathonlauf. Unter zwölf Stunden zu bleiben wäre eine tolle Leistung, erklärt Wieneke.
Der ehemalige BBS-Lehrer holte sich beim 25. Silbersee-Triathlon in Stuhr den letzten Schliff. In seiner Altersklasse wurde der 66-Jährige Zweiter, auch weil er wegen Achillessehnen-Beschwerden nur langsam laufen konnte. Wegen der Komplikationen am Fuß hatte Wieneke bereits schweren Herzens seinen geplanten Start bei der Aquathlon-WM (Schwimmen und Radfahren) in Dänemark absagen müssen.

Gut gelaunt am Elbdeich: Sven Papendorf auf der Ironman-Radstrecke in Hamburg
Reiner Wieneke mit Medaille nach dem Silbersee-Triathlon
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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