Ehrenamtliche schenken Zeit
Grüne Damen im Elbeklinikum Buxtehude
- Klinikseelsorgerin Christine Schmid (li), Petra Tiedemann-Pfeifer, Christiane Ebisch und Kerry Kennedy im Eingangsbereich des Elbeklinikums Buxtehude
- Foto: Christa Haar-Rathjen
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Ein Krankenhausaufenthalt kann einsam sein, besonders wenn das Pflegepersonal im eng getakteten Alltag wenig Zeit für persönliche Gespräche hat. Genau hier setzen die Grünen Damen an. Seit Ende 2024 sind Christiane Ebisch aus dem Alten Land, Kerry Kennedy aus Buxtehude und Petra Tiedemann-Pfeifer aus Apensen jeden Mittwochvormittag im Elbeklinikum Buxtehude unterwegs. Sie haben Zeit für Gespräche, erledigen kleine Besorgungen und schenken Patientinnen und Patienten ein offenes Ohr.
Getragen wird der Dienst von der Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH) und gehört zur Diakonie. Grüne Damen und Herren verstehen sich als geschulte Laien, die ergänzend zur Krankenhausseelsorge und Pflege den Patientinnen und Patienten Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Bevor sie ein Zimmer betreten, stimmen sie sich mit dem Pflegepersonal ab, um gezielt auf Menschen mit Gesprächsbedarf zuzugehen – immer mit größter Verschwiegenheit. „Es tut gut zu merken, wenn jemand sich am Ende eines Gespräches wohler fühlt als am Anfang“, sagt Christiane Ebisch über ihre Erfahrungen in den ersten Wochen.
Die Idee zur Einführung der Grünen Damen im Elbeklinikum entstand durch eine andere Initiative: Pastorin und Krankenhausseelsorgerin Christine Schmid suchte Freiwillige für die Wiedereröffnung der Klinikbücherei. Als Buxtehudes Krankenhausseelsorgerin Christine Schmid ein Team suchte, um die Klinikbücherei neu zu eröffnen, hatten sich so viele Ehrenamtliche gemeldet, dass drei von ihnen sich auf Schmids Vorschlag hin entschlossen, Grüne Damen zu werden.
Alle drei Grünen Damen sind nach ihrer Berufstätigkeit auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe gewesen. „Ich bin gern mit Menschen zusammen“, erklärt Petra Tiedemann-Pfeifer. Diese Motivation teilen auch ihre Kolleginnen. Durch ihren Dienst möchten sie nicht nur für Patientinnen und Patienten da sein, sondern auch ein Netz zwischen den verschiedenen Menschen im Krankenhaus zu knüpfen. Ihr Engagement wird von vielen dankbar angenommen – denn ein offenes Ohr kann für Genesung und Wohlbefinden genauso wichtig sein wie die medizinische Versorgung.
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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