Ein Herz für die Kinderfeuerwehr
Starkes Team für den Nachwuchs

Madeleine Bahr gründete die Kinderfeuerwehr "Este" | Foto: sts
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  • Madeleine Bahr gründete die Kinderfeuerwehr "Este"
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Der Weg von Berlin ins Alte Land führte Madleine Bahr nicht nur in eine neue Heimat, sondern auch in ein neues Ehrenamt. Sie lebt seit etwa eineinhalb Jahren in der Region, arbeitet als Erzieherin in einer Kita in Buxtehude – und engagiert sich seit einem Jahr in der Feuerwehr.

Ganz neu ist das Ehrenamt für sie allerdings nicht: Schon in Berlin war sie beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und betreute Kinder und Jugendliche bei Erste-Hilfe-Kursen. Etwas Ähnliches wollte sie auch im Alten Land wieder machen. Als sie darauf von der Ortsfeuerwehr angesprochen wurde, sagte sie zu.

Die Idee zur Gründung einer Kinderfeuerwehr „stand schwebend im Raum“, erinnert sich Bahr. Sie begann, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, entwickelte ein Konzept und reichte es bei der Gemeinde sowie beim Gemeindebrandmeister ein.

Bevor sie das Projekt jedoch umsetzen konnte, musste sie selbst zunächst den kompletten Grundlehrgang absolvieren. „Ich musste erst einmal Feuerwehrfrau werden“, sagt sie.

Heute gibt es die Kinderfeuerwehr „Este“. Im Landkreis Stade ist sie die 15. Kinderfeuerwehr, in der direkten Umgebung jedoch die erste. Kinder aus den vier Ortsfeuerwehren Estebrügge, Königreich, Moorende und Klein-Hove kommen hier zusammen.

Die Kinderfeuerwehr richtet sich an Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren, wobei sie auch bis zum Alter von zwölf Jahren teilnehmen können. Wer neun Jahre alt ist und bereits ein Jahr dabei war, kann sein erstes Abzeichen erwerben – den „Brandfloh“.

Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage für 90 Minuten. Die Betreuerinnen wurden durch Nachfragen „in den Feuerwehrreihen“ gewonnen. Für Madleine Bahr ist dabei besonders wichtig, dass alle ihre eigenen Fähigkeiten einsetzen: „Jeder soll seine Stärken und seine Persönlichkeit mit einbringen, denn es soll ein ‚WIR‘ sein: die Kinderfeuerwehr Este – und kein ‚Ich‘.“

Auch das Miteinander der Kinder spielt eine große Rolle. „Die Kleinen lernen gut von den Älteren“, sagt Bahr.

Derzeit ist die Gruppe mit 16 Kindern vollständig besetzt, eine Warteliste gibt es bereits. Zum Herbst wechseln einige Kinder in die Jugendfeuerwehr – dann können neue nachrücken.

Die Jugendfeuerwehr beginnt ab zehn Jahren und endet mit 16. „Dort wird dann auch eine vollständige Uniform gestellt und die Kinder dürfen ein bisschen mehr“, erklärt Johannes Gahde, Leiter der Jugendfeuerwehr. Dazu gehört etwa, ein Feuer selbstständig zu löschen. Die Treffen finden dort wöchentlich statt.

Beim aktuellen Treffen der Kinderfeuerwehr steht Brandschutzerziehung auf dem Programm. Stefan Kropka übernimmt diese Aufgabe. Als Brandschutzerzieher ist er in Estebrügge regelmäßig in der Grundschule und in den Kitas aktiv.

Um die Region zu entdecken, gehören auch gemeinsame Ausflüge zum Programm. Für April ist ein Besuch auf dem Obsthof Augustin geplant. Außerdem sollen die Kinder nach und nach weitere Feuerwehrhäuser kennenlernen.

So wächst in der Kinderfeuerwehr „Este“ nicht nur Wissen über Feuer und Sicherheit, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Für Madleine Bahr ist das Engagement längst mehr als nur ein Ehrenamt. Es hilft ihr, im Alten Land anzukommen. Für die Kinder könnte es zugleich der erste Schritt in Richtung Feuerwehr sein.

Madeleine Bahr gründete die Kinderfeuerwehr "Este" | Foto: sts
Ein starkes Team: Kirsten Quast, Madeleine Bahr, Stefan Kropka  und Johannes Gahde  | Foto: sts
Die Kinderfeuerwehr Este gibt es seit Januar  | Foto: sts
Brandschutzerzieher Stefan Kropka während des Unterrichts | Foto: sts
Gefahrenquellen im Alltag erkennen | Foto: sts
Erste Übungen für die Kinder | Foto: sts
Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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