tk. Buxtehude. Die Buxtehuder Klage gegen die A26 ist vom Tisch. Die Menschen in Dammhausen, Jork, Neukloster, Heitmannshausen und Hedendorf wollen jetzt zwei Fragen beantwortet haben: Wann genau wird der zweite A26-Abschnitt von Horneburg bis zur K26 (Abfahrt Jork) freigegeben und vor allem: Wie werden die Autobahnverkehrsströme gelenkt? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht. Sicht des Verkehrsministeriums in Hannover: Die Belastung durch den A26-Verkehr sei für die Ortschaften nur vorübergehend.

Ministeriums-Sprecher Stefan Wittke spricht nach der "erfreulichen Buxtehuder Ratsentscheidung" davon, dass die Autobahn bis 2020 gebaut werden kann. Das heißt auch: Der Zeitraum bis zur Fertigstellung der A26 bis Hamburg dauert fünf Jahre. Man werde die Belastung der Anwohner im Auge haben, die schwierige Situation, etwa in Jork, berücksichtigen - aber: "extrem aufwendige Lösungen wird es nicht geben", so Wittke.
Mit dem Landkreis werden in den kommenden Wochen Gespräche geführt. Das Ministerium geht davon aus, dass konkrete Ergebnisse zur Verkehrslenkung bald auf dem Tisch liegen werden. Wie das aussehen kann, will Wittke derzeit nicht genau sagen. Er dementiert aber nicht, dass bekannte Lösungen, wie ein Fahrverbot für LKW oder eine Einbahnstraßen-Regelung auf dem neuen A26-Abschnitt, Möglichkeiten der Verkehrslenkung sein könnten.
Eine theoretische - allerdings spannende Frage: Was wäre geschehen, wenn die Buxtehuder ihre Klage beibehalten hätten? Dann hätte sich der Weiterbau um mindestens zehn zusätzliche Jahre verzögert. Unabhängig davon: Der zweite A26-Abschnitt muss bis 2014 freigegeben werden - sonst verfallen EU-Fördermittel. Wie würden die Vorschläge aus Hannover aussehen, wenn ein Weiterbau nicht vor 2030 in Sicht wäre?
Solche Gedankenspiele erklären, warum auch die neue rot-grüne Landesregierung in den vergangenen Wochen Druck gemacht hat, Die Stadt zum Klagerückzug aufgefordert hat. Alles, was an Mega-Verkehr länger als fünf Jahre durch die Ortschaften gerollt wäre, wäre für das Land deutlich teurer geworden als eine freundliche Anschubfinanzierung von rund 150.000 Euro für die maritime Entwicklung Buxtehudes.
Klarheit gibt es in einem Punkt: Die Planer in Hannover gehen davon aus, dass der zweite A26-Abschnitt Ende 2014 für den Verkehr frei gegeben wird.
• Für Diskussionen sorgt zudem der Buxtehuder Autobahnanschluss: Der Landkreis hält bislang am Ausbau der K40 (Rübker Straße) fest. Über Alternativen könne erst dann nachgedacht werden, wenn sich diese Variante als nicht durchführbar erweise. Die Stadt, sie will als Alternative eine Umgehungsstraße, untermauert ihre Forderung mit neuen Erkenntnissen: Das Naturschutzgebiet, das von der Umgehung berührt würde, werde doch nicht so stark beeinträchtigt wie angenommen. Die Partei "Die Linke" im Kreistag greift die Buxtehuder Forderung auf und will die Umgehung von der Kreispolitik festzurren lassen.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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