Die LINKE stellt Prüfantrag
Islamische Bestattungen in Buxtehude
- Der Fraktionsvorsitzende der Linken Clemens Ultsch
- Foto: C. Ultsch
- hochgeladen von Nicola Dultz
Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Hansestadt Buxtehude hat einen Prüfantrag zur Einführung islamischer Bestattungsmöglichkeiten im Stadtgebiet eingebracht. Ziel ist es, die Verwaltung zu beauftragen, geeignete Standorte sowie rechtliche, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen zu prüfen .
Wachsende Nachfrage nach islamischen Grabfeldern
Hintergrund des Antrags ist die steigende Nachfrage nach islamischen Bestattungen in Buxtehude. Immer mehr muslimische Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine Beisetzung in der Stadt, in der sie leben, arbeiten und verwurzelt sind. Derzeit gibt es jedoch keine Möglichkeit für islamische Bestattungen im Stadtgebiet, was Angehörige im Trauerfall vor große Herausforderungen stellt .
Auch im Prüfantrag wird darauf verwiesen, dass viele Familien ihre religiösen Traditionen vor Ort bewahren möchten, ohne eine Überführung ins Ausland organisieren zu müssen.
Konkrete Prüfaufträge an die Verwaltung
Die Ratsfraktion bittet die Stadtverwaltung um die Klärung mehrerer zentraler Fragen. So soll geprüft werden:
Wo im Stadtgebiet islamische Bestattungen ermöglicht werden könnten
Welche Voraussetzungen – etwa eigenständige Grabfelder oder besondere Regelungen – zur Einhaltung religiöser Riten erforderlich wären
Welche städtischen Flächen infrage kommen oder ob zusätzlicher Grunderwerb nötig wäre
Mit welchen Kosten für Erschließung oder Anpassungen bestehender Friedhöfe zu rechnen ist
Wie hoch die aktuelle Auslastung der städtischen Friedhöfe ist und welche Kapazitäten bestehen
Damit soll eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die politische Beratung geschaffen werden.
Zeichen für Vielfalt und Integration
Die Fraktion betont, dass eine würdevolle Abschiednahme Teil eines vielfältigen und inklusiven Gemeinwesens sei. Die Zahl der dauerhaft in Buxtehude lebenden Menschen muslimischen Glaubens wachse kontinuierlich. Mit der Einrichtung islamischer Grabfelder oder geeigneter Bestattungsangebote könne die Hansestadt ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen .
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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