Sponsorenabend in Buxtehude
BSV stellt „Vision 2030“ und neuen Kurs vor
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Nach einer herausfordernden Saison richtet der BSV-Handball den Blick wieder nach vorn – getragen von einem starken Netzwerk und neuen Zukunftsplänen. Beim Sponsorenabend im Autohaus Tobaben wurde genau dieser Spannungsbogen sichtbar: Rückblick und Aufbruch, Dank und Perspektive lagen dicht beieinander.
Die Vereinsführung nutzte den Abend, um sich bei den zahlreichen Unterstützern für ihr Engagement zu bedanken und die Bedeutung dieses Rückhalts für die Entwicklung des Vereins hervorzuheben.
Rückblick auf eine herausfordernde Saison
Hinter der Aufbruchsstimmung stand eine Spielzeit, die den BSV sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich stark gefordert hat. Geschäftsführer Timm Hubert sprach von der „schwersten Saison in 37 Jahren Bundesliga“ und würdigte zugleich den Einsatz des Teams sowie der vielen Helfer im Hintergrund.
Auch sportlich wurde der Rückblick vertieft: Interimstrainer Nicolai Andersson und Spielerin Maj Nielsen ließen die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Besonders die schwierige Phase im Winter blieb in Erinnerung. „Nein, die Saison war da noch völlig offen, aber Niederlage für Niederlage sind nicht einfach“, so Nielsen rückblickend. Erst im weiteren Verlauf habe sich das Team stabilisieren können. Ein Wendepunkt sei das 32:32 Ende Januar in Göppingen gewesen, das sich bereits wie ein Erfolg angefühlt habe, ehe mit dem Derbysieg gegen den VfL Oldenburg der erste Saisonsieg gelang.
Andersson nutzte die Gelegenheit zudem, um dem neuen Cheftrainer Jonas Schlender zu einem starken Kader zu gratulieren und betonte die Bedeutung erfahrener Spielerinnen wie Maj Nielsen und Annika Hampel als feste Größen im Team.
Nachwuchs als Fundament
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf der erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Die Trainer Sabrina Krawczak und Marc Hühnerbein berichteten von der Entwicklung im Jugendbereich, die mit dem Deutschen Meistertitel der weiblichen A-Jugend ihren Höhepunkt fand.
„Ihr seht, ihr investiert richtig – nämlich in die Jugend“, betonte Hubert. Sein Dank galt den Partnern der Handball-Akademie Buxtehude sowie den Unterstützern der „Aktion 1 Euro“. Die Jugendarbeit sei nicht nur sportlich entscheidend, sondern auch gesellschaftlich von großer Bedeutung.
Blick nach vorn: Vision 2030
Im zweiten Teil des Abends rückte die Zukunft in den Fokus. Bereits seit Herbst 2025 arbeitet die Geschäftsführung gemeinsam mit Gesellschaftern an der strategischen Ausrichtung des Vereins. Mit der erstmals vorgestellten „Vision 2030“ wurden diese Überlegungen nun öffentlich gemacht.
Ziel ist eine schrittweise sportliche Weiterentwicklung, verbunden mit einer stärkeren Nutzung der Möglichkeiten, die die neue Halle bietet – sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich. Die Pläne stießen bei den anwesenden Sponsoren auf großes Interesse und breite Zustimmung.
In diesem Zusammenhang wurde auch Annika Schneider, seit April im Sponsoring tätig, vorgestellt. Die Sportmanagerin bringt Erfahrungen aus dem Profisport mit und zeigte sich überzeugt von den Perspektiven in Buxtehude. Sie sieht in der neuen Halle einen wichtigen Impuls, um den Frauenhandball nachhaltig weiterzuentwickeln und neue Partner zu gewinnen.
Neuer Trainer, neue Impulse
Zum Abschluss wurde der künftige Cheftrainer Jonas Schlender auf die Bühne gebeten. Der 31-Jährige, der zuletzt mit dem HSV Solingen-Gräfrath 76 erfolgreich in der 2. Bundesliga arbeitete, zeigte sich motiviert und voller Tatendrang. Für ihn stehe der Handball im Mittelpunkt – „sieben Tage die Woche“. Zugleich machte er deutlich, dass er großes Vertrauen in den neuen Kader hat, der „richtig Spaß machen“ werde. Der Trainingsauftakt ist für den 1. Juli geplant.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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