Rundumbetreuung von Senioren: Sozialstation in Harsefeld kümmert sich monatlich um rund 400 Patienten

Von Seniorenbegleitung bis Tagespflege: Das Team der Sozialstation bietet verschiedene Leistungen an
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Gerade mal 59 Patienten wurden vor 1990 von sechs Gemeindeschwestern in der Samtgemeinde Harsefeld betreut. "In anderen Teilen Deutschlands gab es damals schon Sozialstationen", erinnert sich Bernd Meinke, Chef der Sozialstation in Harsefeld. "Die Samtgemeinden Harsefeld und Apensen gehörten zu den letzten weißen Flecken auf der Landkarte. Aber auch bei uns haben sich dann alle Träger und die Kirche zusammen gesetzt und die Sozialstation gegründet." Die Gemeindeschwestern wurden dort angestellt. Heute kümmern sich 68 Angestellte der Sozialstation um monatlich 400 Patienten in den beiden Samtgemeinden. "Der Anstieg hängt zum einen mit steigenden Einwohnerzahlen, aber vielmehr noch mit dem Inkrafttreten der Pflegeversicherung Mitte der 1995er Jahre zusammen", sagt Bernd Meinke. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden Pflegeleistungen privat abgerechnet. Mit Eintritt der Pflegeversicherung wurden auch mehr Leistungen abgefragt.
Als 2004 der private Pflegedienst in der Seniorenanlage "Aue Terrassen" aufhörte, sprang die Sozialstation dort ein und übernahm unter der Leitung von Irmgard Ropers die Betreuung der Bewohner. Der nächste Schritt war dann - ein großes Ansinnen von Schwester Maria - die Einrichtung einer Tagespflege. "Damals war die einzige Tagespflege in Stade und die Nachfrage stieg", so Bernd Meinke. Also wurde 2011 in einem freien Anbau der "Aue Terrassen" das "Storchennest" eingerichtet und die Plätze für die Tagesgäste drei Jahre später von zwölf auf 16 aufgestockt. Zusätzlich bietet die Sozialstation seit 2008 eine Seniorenbegleitung an: Qualifizierte Kräfte helfen Senioren in ihren eigenen vier Wänden, auch um die Angehörigen zu entlasten.
"Noch ist die Samtgemeinde in der Seniorenbetreuung gut aufgestellt", sagt Bernd Meinke. "Aber es wird immer schwieriger, gutes Personal zu bekommen."

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Anfang der 1990er spendeten die Landfrauen ein Bett

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