Rettungshubschrauber landete
Schwerer Unfall bei Harsefeld: Kollision von vier Autos
- Bei dem Unfall wurden sechs Personen zum Teil schwer verletzt
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Großeinsatz von Rettungskräften nach einem schweren Verkehrsunfall am gestrigen Mittwochnachmittag (4. Juni) auf der Landesstraße 124 bei Harsefeld. Eine verhängnisvolle Kettenreaktion führte zur Kollision von gleich vier Autos. Dabei wurden sechs Menschen verletzt, zwei von ihnen zogen sich schwerste Verletzungen zu. Der Unfall ereignete sich gegen 15.45 Uhr in der Nähe des Kreisels Linah.
Auf die Gegenfahrbahn geraten
Nach Angaben der Polizei war ein 22-jähriger Fahrer aus Brest mit seinem Mercedes C180 auf der L124 aus Stade kommend in Richtung Harsefeld unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort kam ihm zu diesem Zeitpunkt ein 48-jähriger Fahrer eines Seat Mii aus Harsefeld entgegen. Dieser konnte einen Zusammenstoß zunächst vermeiden. Durch das Ausweichmanöver kam der Seat aber ins Schleudern und landete auf der Gegenfahrbahn, wo er mit einem entgegenkommenden Taxibus kollidierte.
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Der Mercedes wiederum prallte frontal auf einen hinter dem Seat fahrenden SUV - ein Mercedes GLB AMG, der von 29-Jährigen aus Harsefeld gelenkt wurde. Die Folgen waren verheerend: Der Seat und der SUV wurden vollständig zerstört und blieben im Straßengraben liegen. Der Unfallverursacher blieb mit seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn stehen, während sich der Taxibus über die Straße quer stellte.
Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort
Der Mercedesfahrer wurde bei dem Unfall in seinem Fahrzeugwrack eingeklemmt und musste von den angerückten Feuerwehrleuten der Ortswehren aus Harsefeld, Bargstedt, Ohrensen und Helmste mit schwerem Rettungsgerät befreit werden. Die anderen Unfallbeteiligten konnten sich selbst aus ihren Fahrzeugen befreien. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle lösten einen Massenanfall von Verletzten
(MANV) aus, sechs Rettungswagen, zwei Notarztfahrzeuge aus Stade und Buxtehude sowie der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst rückten an der Einsatzstelle an.
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Rettungshubschrauber angefordert
Zusätzlich wurde der Rettungshubschrauber Christoph 29 aus Hamburg an die Unfallstelle verlegt. Nach der Erstversorgung durch die Ärzte und die Rettungsdienstbesatzungen wurde der Mercedesfahrer mit schwersten Verletzungen vom Rettungshubschrauber in eine Hamburger Klinik geflogen. Der Seat-Fahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, der SUV-Fahrer und der Taxifahrer sowie seine beiden weiblichen Insassen im Alter von 38 und zehn Jahren wurden leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst
in die Elbe Kliniken nach Stade und Buxtehude gebracht.
Fahrzeuge sichergestellt
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stade wurde ein Gutachter eingeschaltet, der sich noch vor Ort einen Überblick über die Unfallstelle verschaffte. Durch die Polizei wurden der Seat, der Taxi-Bus sowie der SUV zunächst sichergestellt. Alle vier Fahrzeuge wurden bei dem Unfall total beschädigt, der Gesamtschaden wird auf über 50.000 Euro geschätzt.
Die L124 musste für die Zeit der Rettungs- und Bergungsmaßnahme sowie die Unfallaufnahme und die anschließende Fahrbahnreinigung durch die Straßenmeisterei und eine Fachfirma von 15.45 Uhr bis gegen 20.20 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde mit Unterstützung durch die Feuerwehr und die Straßenmeisterei umgeleitet. Es kam zu Behinderungen im Feierabendverkehr.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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