„Luisa ist hier!“
Freibad und Eissporthalle Harsefeld setzen Zeichen gegen Belästigung

Das Team von Freibad und Eissporthalle haben sich schulen lassen, um Gästen, die sich bedrängt fühlen, schnell und diskret zu helfen | Foto: Gleichstellung Harsefeld
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  • Das Team von Freibad und Eissporthalle haben sich schulen lassen, um Gästen, die sich bedrängt fühlen, schnell und diskret zu helfen
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„Luisa ist hier!“: Freibad und Eissporthalle Harsefeld setzen Zeichen gegen Belästigung
Mit dem Codewort „Ist Luisa hier?“ erhalten Gäste in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen schnell und diskret Hilfe

Das Freibad und die Eissporthalle Harsefeld beteiligen sich ab sofort an der bundesweiten Kampagne „Luisa ist hier!“. Gäste, die sich unwohl, belästigt oder bedrängt fühlen, können sich mit der Frage „Ist Luisa hier?“ diskret an die Mitarbeitenden wenden. Das geschulte Personal bietet ihnen anschließend schnell und unkompliziert Unterstützung an.

Mit der Teilnahme an der Kampagne möchten die beiden Harsefelder Freizeiteinrichtungen ein klares Zeichen für Sicherheit, Respekt und ein rücksichtsvolles Miteinander setzen.

Diskrete Hilfe ohne lange Erklärungen

Die Kampagne „Luisa ist hier!“ wurde im Jahr 2016 vom Frauen-Notruf Münster entwickelt. Mittlerweile beteiligen sich bundesweit zahlreiche gastronomische Betriebe, Veranstaltungsorte, Freizeiteinrichtungen und öffentliche Institutionen. Auch im Landkreis Stade ist das Hilfsangebot bereits in verschiedenen Einrichtungen vertreten.

Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten: Wer das Codewort nennt, signalisiert den Mitarbeitenden, dass Unterstützung benötigt wird. Die betroffene Person muss die Situation dabei weder vor anderen Gästen erklären noch unmittelbar ausführlich schildern.

Das Personal kann die Person zunächst aus der unangenehmen Situation begleiten, einen geschützten Ort anbieten und gemeinsam klären, welche weiteren Schritte gewünscht oder notwendig sind.

„Übergriffiges Verhalten hat bei uns keinen Platz“

Michael Wege, Leiter der Eissporthalle und des Freibades in Harsefeld, betont die Bedeutung der Kampagne für beide Einrichtungen:

„Mit unserer Teilnahme möchten wir ein klares Zeichen setzen: Übergriffiges Verhalten hat bei uns keinen Platz. Wir hoffen, dass allein die sichtbare Präsenz der Kampagne präventiv wirkt und zu einem respektvollen Miteinander beiträgt. Sollte es dennoch zu einer Situation kommen, in der sich jemand unwohl oder bedroht fühlt, möchten wir schnell und unkompliziert helfen.“

Bereits am Eingang des Freibades und der Eissporthalle weisen gut sichtbare Schilder auf das Hilfsangebot hin. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Hinweise nicht nur Betroffenen Sicherheit geben, sondern auch dazu beitragen, grenzüberschreitendes Verhalten von vornherein zu verhindern.

Mitarbeitende wurden für den Ernstfall geschult

Damit die Unterstützung im Bedarfsfall professionell und angemessen erfolgen kann, wurden die Mitarbeitenden beider Einrichtungen von Jessica Jennrich, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Harsefeld, geschult.

Das Personal weiß, wie es auf das Codewort reagieren, Betroffene aus der jeweiligen Situation begleiten und bei Bedarf weitere Unterstützung organisieren kann. Abhängig von der Situation können beispielsweise Freunde oder Angehörige verständigt, ein sicherer Heimweg ermöglicht oder weitere Hilfsstellen eingeschaltet werden.

Im Mittelpunkt steht dabei stets das Wohl der betroffenen Person.

Hilfsangebot gilt für alle Gäste

Die Kampagne richtet sich nicht ausschließlich an Frauen und Mädchen. Auch Jungen und Männer, die sich bedrängt, bedroht oder in einer anderen unangenehmen Situation befinden, können das Codewort verwenden.

„Selbstverständlich wird auch Jungen und Männern geholfen, die sich in einer unangenehmen Situation befinden“, bekräftigt Jessica Jennrich. Die Mitarbeitenden fühlten sich für die Sicherheit aller Gäste verantwortlich.

Zwar könne das Personal bei Bedarf auch vom Hausrecht Gebrauch machen. Vorrangiges Ziel sei jedoch, Betroffenen schnell, diskret und sicher aus der belastenden Situation zu helfen.

Sicherer Ort für Sport und Freizeit in Harsefeld

Mit der Einführung von „Luisa ist hier!“ unterstreichen das Freibad und die Eissporthalle Harsefeld ihren Anspruch, allen Besucherinnen und Besuchern einen sicheren und respektvollen Ort für Sport, Erholung und Freizeit zu bieten.

Die Verantwortlichen wünschen sich, dass die Kampagne im Ernstfall wirksame Hilfe ermöglicht und zugleich das Bewusstsein für persönliche Grenzen und einen respektvollen Umgang miteinander stärkt.

Einrichtungen innerhalb der Samtgemeinde Harsefeld, die sich ebenfalls an der Kampagne beteiligen möchten, können sich an die Gleichstellungsbeauftragte Jessica Jennrich wenden. Sie ist per E-Mail unter gleichstellung@harsefeld.de erreichbar.

Weitere Informationen zur bundesweiten Kampagne gibt es auf www.luisa-ist-hier.de.

Das Team von Freibad und Eissporthalle haben sich schulen lassen, um Gästen, die sich bedrängt fühlen, schnell und diskret zu helfen | Foto: Gleichstellung Harsefeld
Michael Wege und Jessica Jendrich | Foto: Stadtmarketing
Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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