Camp von drei Gruppen aus dem Kreis Stade
Regen, Rauch, Riesenstimmung: Pfadfinderlager in Harsefeld
- Auf dem Zeltlager der Pfadfinder wurde tüchtig gewerkelt
- Foto: Pfadfinder
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Schlammspritzer auf der Hose, Essen serviert aus dem dicken Hordentopf und der Rauch des Lagerfeuers in den Klamotten: Das war das "Hanselager" von drei Gruppen des interkonfessionellen Bundes der Pfadfinder:innen (BdP) in Harsefeld. Die BdP-Pfadfinderstämme aus dem Landkreis Stade – „Hasko“ (Stade), „Likedeeler“ (Fredenbeck) und „Horse“ (Harsefeld) – richteten ein gemeinsames Zeltlager auf dem Lagerplatz der Harsefelder Pfadis am Buchenkamp aus. Die mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich vom regnerischen Wetter nicht abschrecken und verbrachten ein paar tolle Tage im Freien. Das abwechslungsreiche Programm wurde von den 26 Gruppenleitern auf die Beine gestellt.
Ein Traktor als Lagermotto
Das Lager fand unter dem Motto "kleiner Roter Traktor" statt, wobei auch zwei echte Trecker zum Einsatz kamen. Das war ein Highlight für die jungen Pfadis. Zur Spielidee auf dem Lager gehörte es, den roten Traktor sozusagen sinnbildlich zu reparieren. Das bedeutet: "Werkzeuge" sammeln, "Bauteile" finden, Aufgaben lösen. Klingt irgendwie abgefahren, hat aber allen viel Spaß gemacht.
Sägen, Bohren, Brennen
Auf dem Lager gab es die verschiedensten Aktivitäten. So mussten die Kids beim Orientierungslauf zeigen, ob sie ihren inneren Kompass auf Kurs haben. Bei den AGs war handwerkliches Geschick gefordert. Da wurde gesägt, gebohrt und geschliffen, was das Zeug hielt. Es wurden Katapulte gebaut, Löffel mit dem Lötkolben gebrannt, Knoten geknüpft oder chillige Armbänder gebastelt. Für den süßen Zahn gab es außerdem eine Schoko-Crossies-Station. Entspannter ging es bei der Massage-Ecke zu: Wellness-Style im Wald.
Kochen mit den dicken Pötten
In der Zeltküche wurde geschnibbelt und gerührt, was die Gaskocher hergaben. Das Küchenteam - bestehend aus gestandenen Altpfadfindern - zauberte riesigen Töpfen leckere Gerichte wie Hähnchenpfanne mit Reis oder eine sättigende Kartoffelsuppe in Monsterportionen. Kein Wunder, dass die Töpfe trotz ihrer Größe blitzschnell leer waren. Die Kids standen bei Nieselregen an den dampfenden Schüsseln an – und grinsten trotzdem.
Lagerfeuer und Gesang zur Gitarre
Abends wurde es richtig gemütlich. In der großen Jurte mit dem Rauchloch oben (für den Lagerfeuerduft de luxe) war Singezeit angesagt. Mit Gitarren, Songbooks und einer gehörigen Portion „Pfadi-Feeling“ wurde stundenlang musiziert. Wer wollte, konnte sich bei Kerzenschein zurückziehen, Glaswindlichter bemalen oder einfach quatschen. Echte Lagerromantik.
Taktik gefragt beim Postenlauf
Und dann gab es noch den Postenlauf mit dem großen Geländespiel zum Abschluss. Draußen im Matsch toben, rennen, Taktik testen. Die Aufgabe war es, Traktorteile zu erobern. Und obwohl der Himmel immer mal wieder seine Schleusen öffnete – die Stimmung war top. Das einzig Ärgerliche: Nach dem Abbau mussten die nassen Zelte in den jeweiligen Pfadfinderheimen zum Trocknen aufgehängt werden.
Infos zu den Pfadfindern vom BdP
Der Bund der Pfadfinder*innen (BdP) ist der größte interkonfessionelle Pfadfinderbund in Deutschland mit etwa 30.000 Mitgliedern. Er legt Wert auf Selbstorganisation, Naturverbundenheit und das Prinzip „Jugend leitet Jugend“.
Wer mindestens sieben Jahre alt ist und Interesse hat, bei den Pfadfindern mitzumachen, kann sich zunächst auf den Internetseiten der drei BdP-Stämme informieren. Dort finden sich auch Kontaktdaten:
- Stamm Hasko (Stade): www.stamm-hasko.de
- Stamm Likedeeler (Fredenbeck): www.stamm-likedeeler.de
- Stamm Horse (Harsefeld): www.stamm-horse.de
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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