Grüne kritisieren "Baumfrevel" in Stader Naturschutzgebiet

Hartwig Holthusen ist entsetzt über das Ausmaß des Schadens  Foto: jd
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Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

jd. Stade-Hagen. Es ist eine grüne Idylle: Am Rande des Stader Ortsteils Hagen fließt der kleine Bach Steinbeck durch ein tief eingeschnittenes und dicht mit Bäumen bestandenes Tal. Der schmale Talgrund ist seit vielen Jahren Naturschutzgebiet. Das Steinbecktal "zählt zu den schönsten und artenreichsten Landschaften im Landkreis Stade", heißt es in einer Beschreibung der Stadt Stade. Was sich dort vor ein paar Wochen ereignet hat, ist aber alles andere als schön - zumindest nach Ansicht der Grünen im Stader Kreistag. Sie prangern einen "Baumfrevel" an: Entlang des Bachlaufes wurden nach ihren Angaben rund 50 Erlen gefällt. Für die Grünen-Kreistagsfraktion ist das ein schwerwiegender Eingriff in ein Naturschutzgebiet. Sie möchten vom Landkreis wissen, wer dafür verantwortlich ist.

Auf WOCHENBLATT-Nachfrage bestätigt der Landkreis die Baumfällungen: "Es gab eine Ortsbesichtigung. Dabei wurde festgestellt, dass mindestens 35 Erlen gefällt wurden", sagt Kreissprecher Christian Schmidt. Der Verursacher werde nun angehört. Erst danach könne der Landkreis Angaben dazu machen, ob ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vorliege. Dann erst werden wohl die vielen Fragen beantwortet werden, die die Grünen in diesem Zusammenhang an Landrat Michael Roesberg gerichtet haben. Sie wollen vor allem wissen: Wer veranlasste die Fällungen? Und wer genehmigte sie?

Der Verursacher war nach kurzer Recherche gefunden: "Wir haben die Baumfällungen vorgenommen", bestätigt Friedhelm Helk, Vorsitzender des Unterhaltungsverbandes Schwinge. Sein Verband sei für die Pflege der Steinbeck, die westlich von Hagen in die Schwinge mündet, zuständig. "Alle zwei Jahre holen wir an dieser Stelle die Sedimente aus dem Bachbett, damit der dahinter liegende Mühlenteich nicht versandet." Diese sogenannten Sandfang-Bereiche müssen laut Helk regelmäßig geräumt werden, um ihren Zweck zu erfüllen.

Bei dem schwarzen Gemisch aus Modder und Erde, das jetzt sämtliche Vergetation am nördlichen Ufer überdeckt, handelt es nach Angaben von Helk um den Aushub aus dem Bach. So sei auch ein befahrbarer Untergrund für den Bagger geschaffen worden. "Beim ersten Versuch im Januar war der Boden so aufgeweicht und an vielen Stellen so stark von Gestrüpp überwuchert, dass der Bagger nicht durchkam", erklärt der Verbandsvorsitzende. Um auch künftig die notwendige Pflege des Baches zu gewährleisten, mussten die Erlen gefällt werden.

Der Landkreis steht nun vor der Aufgabe zu prüfen, ob diese Arbeiten gemäß der Verordnung für das Naturschutzgebiet zulässig waren. Unabhängig davon finden es die Grünen unverständlich, an dieser Stelle so rigoros vorzugehen. Der Grünen-Fraktionschef Hartwig Holthusen kritisiert, dass mit dem Kahlschlag entlang des Uferstreifens wertvolle Lebensräume für seltene Tier vernichtet wurden: "Auf den Ästen der Erlen hielten sich die streng geschützten Eisvögel auf. Von diesen sogenannten 'Ansitzwarten' stürzten sich die Eisvögel in den Bach, um ihre Beute zu erwischen. Sollten die Eisvögel jetzt vertrieben worden sein, wäre das ein Desaster."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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