Bürgerliche Wählergruppe aus Harsefeld spricht sich gegen Flächennutzungsplan aus
Kritik am Harsefelder Bauboom

Es hört noch nicht auf: In Harsefeld wird immer weiter gebaut
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sc. Harsefeld. Bauen ohne Ende, heißt es schon seit längerem in Harsefeld. Bauplätze sind im Flecken und in den umliegenden Gemeinden weiterhin begehrt und schnell verkauft. Jetzt werden durch den neuen Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Harsefeld noch mehr potenzielle Bauflächen möglich. Das gab Kritik von der Fraktion "Die Bürgerlichen" (ehemalige Liberal-Konservative Reformer (LKR), die eine Wachstumsbremse fordert.

Die Änderungen an dem Flächennutzungsplan und die damit verbundene mögliche Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Baugrundstücke ist der Streitpunkt zwischen den "Bürgerlichen" und dem Samtgemeinderat. Gegen den Widerstand der Fraktion stimmten SPD, CDU und FWG im Rat der Kommune für den neuen F-Plan.

"Einen Gang zurückschalten", solle der Flecken bei der Ausweisung von weiteren Bauplätzen, meint Jens Paulsen von den "Bürgerlichen". Zwar müsse Harsefeld mit dem Verkauf von Baugrund den Wohnbedarf seiner Einwohner als auch die überörtliche Nachfrage nach günstigen Bauplätzen befriedigen, jedoch bringe das stetige Wachstum auch Probleme mit sich. "Wir haben zwar viele Kindertagesstätten gebaut, uns aber um unsere Verkehrsinfrastruktur wenig gekümmert", sagt Paulsen.

Anstatt immer weiter zu bauen und den Flecken zu vergrößern, fordern die "Bürgerlichen" den innerörtlichen Verkehrsfluss zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Damit sich neue Betriebe für den Standort Harsefeld interessieren und sich hier ansiedeln, fordern sie zudem die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Damit können neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene Arbeitsplätze erhalten werden, so Paulsen. Bis die Verkehrsinfrastruktur ausreichend überholt wurde, soll nach Meinung der "Bürgerlichen" die Kommune die entstehenden Bauplätze vornehmlich zur Deckung des Bedarfs von Harsefelder Einwohnern verkaufen und nicht die überregionale Nachfrage befriedigen.

Wachstum wollen die Bürgerlichen trotzdem nicht verhindern: Mit dem neuen F-Plan können auf der Fläche östlich des Brakenweges Wohnungen für bis zu 500 Einwohner und auf der ausgewiesenen Fläche nördlich Ebenkamp/westlich der K26n Wohnungen für bis zu 100 Einwohner entstehen. Zusätzlich kann weiterer Wohnraum durch den Bau auf privaten Grundstücken, der Ersetzung von vorhandenen alten Einfamilienhäusern durch Mehrfamilienhäuser und durch die Ausnutzung von Nahverdichtungsmöglichkeiten entstehen. Die Umwandlung eines an die Buxtehuder Straße angrenzenden Teilbereiches von 2,14 Hektar zum Mischgebiet oder urbanen Gebiet begrüßen die "Bürgerlichen". "Diese Fläche im Ortseingangsbereich ist für die gewerbliche Ansiedlung und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze sehr attraktiv", so Paulsen.

Kritisch sehen sie allerdings die 73,3 Hektar große landwirtschaftliche Fläche östlich der K26n. Diese für Wohnbebauung umzuwandeln, sei nicht erforderlich. Ein solches Vorhaben wäre für Harsefelder Landwirte existenzbedrohend, so Paulsen. Auch wegen des Fehlens eines Landschaftsplanes und der deshalb nicht auszuschließenden Eingriffe in die Natur und Landschaft lehnt die Bürgerliche Wählergruppe die Umwandlung dieser Landwirtschaftsfläche strikt ab.

Es hört noch nicht auf: In Harsefeld wird immer weiter gebaut
Auf dieser landwirtschaftliche Fläche sollen Baugrundstücke entstehen

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