Mobilitätsumfrage von Harsefelder Arbeitnehmern
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Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder doch lieber mit dem Auto: Die Harsefelder sollen besonders bei kurzen Strecken auf ihren Pkw verzichten
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Insgesamt nahmen 320 Personen an der Umfrage in der Zeit vom 10. Februar bis zum 14. März teil, berichtet Gemeindedirektorin Ute Kück. Zwölf Fragen zum Thema Arbeitsweg gab es zu beantworten. "Mit der Mobilitätsumfrage wollten wir eine Richtungsbestimmung machen, den aktuellen Zustand herausfinden und wissen, wo Handlungsbedarf besteht", sagt Lea Zimmermann vom Harsefelder Stadtmarketing, die die Umfrage in der Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt, Bau, Verkehr und Friedhof vorstellte. Schwerpunkt der Studie waren die Arbeitswege der Arbeitnehmer in der Samtgemeinde Harsefeld. "Schüler haben wir erstmal ausgeschlossen", so Zimmermann. Das Mobilitätsverhalten der Schüler solle zu einem späteren Zeitpunkt erfragt werden.

Um viele Arbeitnehmer für die Studie zu erreichen, kontaktierte die Verwaltung alle Unternehmen in der Samtgemeinde. Insgesamt fahren knapp über der Hälfte (53 Prozent) der Befragten eine längere Strecke von 20 bis mehr als 50 Kilometer zur Arbeit. 47 Prozent benötigen eine Kurzstrecke bis zu 20 Kilometern zu ihrer Arbeitsstätte. 235 Personen fahren jeden Tag alleine mit dem Auto zur Arbeit.

194 der 320 Befragten gaben Harsefeld als ihren Start- und Heimatort an. Von diesen Arbeitnehmern fahren 56 Personen nach Hamburg zur Arbeit. 39 Personen bleiben in Harsefeld. Weitere beliebte Arbeitsorte sind Stade mit 22 Arbeitnehmern, Buxtehude mit 20 und Finkenwerder mit neun.

Für die Mobilitätsumfrage und für eine Verbesserung des Verkehrskonzeptes sind besonders die Kurzstrecken-Fahrer von Bedeutung. Insgesamt gaben 69 Personen bei der Umfrage an, nur einen Arbeitsweg von bis zu zehn Minuten zu haben. 40 Arbeitnehmer fahren hiervon alleine mit dem Auto zur Arbeit, berichtet Zimmermann weiter. 14 Fahrten finden zudem innerhalb Harsefelds statt. Genau für diese Personengruppe sollen neue Lösungen und Wege gefunden werden, den Umstieg auf den ÖPNV oder auf das Fahrrad attraktiver zu machen.

Zwar nutzen bereits einige der Befragten den Bus oder die Bahn nicht nur für persönliche, sondern auch für berufliche Zwecke. Doch kritisiert eine deutliche Mehrheit die Angebote im öffentlichen Nahverkehr. Sie wünschen sich eine höhere Taktung der Bahn und Busse ab Harsefeld und eine bessere Anbindung der umliegenden Ortschaften. Oft gebe es keine Bus-Abfahrtzeiten die zu der Bahnabfahrtzeiten passen oder zu kurze Umstiegszeiten. Die Anbindung nach Stade solle verbessert werden. Die Busfahrpläne sollen nicht nur für Schüler an die Schulzeiten angepasst werden, die oftmals nicht zu Berufszeiten passen.

Alternative Angebote, wie E-Scooter und Bike- oder Car-Sharing kann sich die Mehrheit eher in der Freizeit als auf dem Weg zur Arbeit vorstellen. Neben der Taktverdichtung der Bahn und der Busse ist eine Verbesserung des Streckennetzes für den Radverkehr und ein Mitfahrgelegenheiten-Angebot gewünscht. Auch Sammeltaxen könnten eine Lösung sein.

Die Verwaltung wird vom Ausschuss beauftragt, „Mitfahrzentralen“ weiter in den Blick zu nehmen und mit geeigneten Maßnahmen zu stärken. Weiter wird die Verwaltung gebeten, sich mit den Verantwortlichen für eine Ausweitung und Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Samtgemeinde Harsefeld einzusetzen.

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