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Unser Dorf 2040
Bürger entwerfen gemeinsames Zukunftsbild für Lüllau, Thelstorf, Wiedenhof und Hassel

Ulrike Tobaben (v. lil.), Christoph Kröger und Thorwald Winkler vom Arbeitskreis Dorfentwicklung Lüllau Thelstorf Wiedenhof präsentieren die Ergebnisse  | Foto: Thorwald Winkler
  • Ulrike Tobaben (v. lil.), Christoph Kröger und Thorwald Winkler vom Arbeitskreis Dorfentwicklung Lüllau Thelstorf Wiedenhof präsentieren die Ergebnisse
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  • hochgeladen von Heidi Goch-Lange

Mit der öffentlichen Vorstellung der Ergebnisse ist das Bürgerbeteiligungsprojekt „Unser Dorf 2040“ einen wichtigen Schritt vorangekommen. Nach einer umfangreichen Bürgerbefragung und zwei öffentlichen Workshops liegt nun erstmals ein gemeinsames Zukunftsbild für die Entwicklung der Ortsteile Lüllau, Thelstorf, Wiedenhof und Hassel bis zum Jahr 2040 vor.

Insgesamt gingen 134 ausgefüllte Fragebögen ein. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sowie die Ergebnisse der Workshops wurden in einem Abschlussdokument zusammengeführt. Dieses beschreibt die Themen und Ziele, die den Bürgerinnen und Bürgern für die zukünftige Entwicklung ihrer Dörfer besonders wichtig sind.

Zu den zentralen Anliegen zählen der Erhalt von Natur und Landschaft, ein starkes Gemeinschaftsleben sowie Verbesserungen in den Bereichen Mobilität, Nahversorgung und Infrastruktur. Auch eine wirtschaftliche Entwicklung, die mit dem dörflichen Umfeld vereinbar ist, wird als wichtig angesehen.

„Die Menschen wünschen sich keine grundlegend veränderten Ortsteile – sie wünschen sich lebendige Dörfer, die ihre Identität bewahren und sich behutsam weiterentwickeln“, erklärte Dr. Thorwald Winkler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Unser Dorf 2040“. Er zog ein positives Fazit des Beteiligungsprozesses: „Die hohe Beteiligung und die sachlichen Diskussionen haben gezeigt, wie groß das Interesse an der Zukunft unserer Ortsteile ist. Besonders erfreulich war, dass trotz unterschiedlicher Meinungen viele gemeinsame Ziele sichtbar geworden sind.“

Auch die öffentliche Präsentation der Ergebnisse stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die erarbeiteten Inhalte gemeinsam zu diskutieren und zu ergänzen. Das positive Echo zeigte, dass sich viele Teilnehmende in den Ergebnissen wiederfinden und das Dokument als ausgewogene Zusammenfassung unterschiedlicher Sichtweisen wahrnehmen.

Ulrike Tobaben, eine der Initiatorinnen des Projekts, betonte die Bedeutung eines breit angelegten Beteiligungsverfahrens: „Es ist eine Herausforderung für den Dorfentwicklungsprozess, ein umfassendes Beteiligungsverfahren zu entwickeln, das einerseits den unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen Rechnung trägt und gleichzeitig zur Mitarbeit einlädt.“

Mit der Präsentation der Ergebnisse ist der Beteiligungsprozess noch nicht abgeschlossen. Anfang Juli soll das Zukunftsbild symbolisch an die politischen Gremien übergeben werden. Vorgesehen sind die Übergabe an den Gemeinderat Jesteburg sowie an den Samtgemeinderat Anfang Juli 2026.

Ziel ist es, die Wünsche, Vorstellungen und Prioritäten der Bürgerinnen und Bürger sichtbar in die kommunalpolitische Arbeit einzubringen. Das Dokument soll den Ratsmitgliedern als Orientierung dienen und dazu beitragen, dass die Vorstellungen der Bevölkerung bei künftigen Entscheidungen für die vier Ortsteile berücksichtigt werden.

Das Projekt „Unser Dorf 2040“ zeigt damit eindrucksvoll, wie Bürgerbeteiligung gelingen kann: durch Zuhören, konstruktiven Austausch und die gemeinsame Entwicklung einer Vision für die Zukunft der eigenen Heimat.

Redakteur:

Heidi Goch-Lange aus Buchholz

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