Jesteburger wollen Polizei-Arbeit machen: Geheime Facebook-Gruppe plant Nachbarschaftswache

mum. Jesteburg. In Jesteburg muss die Angst vor Dieben offensichtlich riesig sein. Einige Bürger wollen jetzt eine Nachbarschaftswache organisieren, um ihr Hab und Gut zu schützen. Die Idee dazu stammt aus einer Facebook-Gruppe, die sich selbst „Nordheide aufgepasst“ nennt. Die Mitglieder haben dazu eigens einen nicht-öffentlichen Bereich gegründet, um weitere Schritte zu besprechen.
„Die Polizei begrüßt grundsätzlich, dass Bürger wachsam sind“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger. Gerade im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten in Wohngebieten habe die Polizei immer wieder dazu aufgefordert, verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei mitzuteilen. Gefährlich sei allerdings die Eigendynamik, die eine solche Aktion entwickeln kann. „Wenn beispielsweise ein lediglich Verdächtiger von einer Gruppe festgehalten wird, um ihn der Polizei zu übergeben, kann das nicht nur illegal sein, sondern auch zu gewalttätiger Eskalation führen.“
Das WOCHENBLATT hatte Mitte September bereits über die Facebook-Gruppe berichtet. Die Plattform hatte sich nach und nach zu einem Forum für ausländerfeindliche Beschuldigungen entwickelt.

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"Nordheide aufgepasst!" - oder die rassistische Nachbarwehr

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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