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Jesteburg hat Potenzial
Klimakommune Jesteburg: Austausch zu Mobilität, Konsum, Ernährung und Energieversorgung

Die Initiatoren der Klimakommune, Christoph Kröger (li.) und Konstantin Muffert (re.) hatten Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden und Oliver Waltenrath, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, als Redner eingeladen
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  • Die Initiatoren der Klimakommune, Christoph Kröger (li.) und Konstantin Muffert (re.) hatten Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden und Oliver Waltenrath, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, als Redner eingeladen
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as. Jesteburg. "In Jesteburg haben wir schon viel erreicht durch das Engagement der Bürger, zum Bespiel bei der Oberschule und dem Freibad. Jetzt können wir uns auch fürs Klima einsetzen", sagt Heidi Seekamp. Gemeinsam mit rund 30 Jesteburgern hat sie am Treffen der "Klimakommune Jesteburg" teilgenommen.

"Jesteburg hat großes Potenzial, es wäre schade, wenn diejenigen, die etwas verändern wollen, sich nicht vernetzen und austauschen", erklärte Konstantin Muffert, der gemeinsam mit Christoph Kröger die Initiative gegründet hat. "Zum Beispiel habe ich bereits eine Photovoltaik-Anlage und kann all das, was ich dafür recherchiert habe, an andere Interessierte weitergeben und mich austauschen", sagte Christoph Kröger.

Jesteburgs Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden und Oliver Waltenrath, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz beim Landkreis Harburg, versorgten die Teilnehmer mit Input. Wie Oliver Waltenrath berichtete, gründen sich im Landkreis Harburg immer mehr Gruppen aus der Zivilgesellschaft, die etwas verändern wollen. "Wir stehen vor enormen Herausforderungen. Der BUND hat Klimaneutralität bis 2045 vorgegeben, der Kreistag bis 2040. Wir müssten unseren CO₂-Verbrauch von knapp zehn auf eine bis zwei Tonnen pro Person reduzieren, damit wir klimafreundlich sind", machte Waltenrath deutlich. Am einfachsten sei es, Energie zu sparen. "Das kann jeder."

Die größte Herausforderung der kommenden Jahre sei die Wärmeversorgung. "Wir werden nicht einfach alle Anlagen mit Wärmepumpen beheizen können", betonte Waltenrath. Während Neubauten gut ausgerüstet werden können, wird es für den Bestand problematisch. "Wenn 85-jährige Bürger bei uns anrufen und fragen, wie sie ihre 45 Jahre alte Ölheizung ersetzen sollen, kann man ihnen ja nicht sagen, kauft euch eine neue Wärmepumpe, nach 30 Jahren hat sich die rentiert", verdeutlichte der Leiter der Stabsstelle Klimaschutz. Allgemein müsse die Akzeptanz steigen. "Wir brauchen Menschen, die bei einem Neubaugebiet dann zum Beispiel akzeptieren, dass es dort keinen Erdgasanschluss gibt. Wenn die Bevölkerung dahintersteht, lassen sich solche Projekte auch umsetzen."

Besonders zum Thema Bauen, Sanieren und Photovoltaik wollten sich viele der Teilnehmer austauschen. Auch der Bereich Mobilität spielte eine große Rolle. "Ich empfinde eine große Konkurrenz zwischen Autoverkehr und Umweltschutz. Momentan hat das Auto - gefühlt - immer noch Vorrang. Zum Beispiel wird eine Tempo-30-Zone im Ort immer abgeblockt, weil der Verkehr so wichtig sei. Wir bauen Riesenkreisel für die Autofahrer. Wir könnten doch zum Beispiel die Parkstreifen entfernen, dann wäre auf der Straße auch genug Platz für Fahrradfahrer", stellte ein Teilnehmer zur Diskussion. "Die Jesteburger könnten doch mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein."

Innerhalb der "Klimakommune" haben sich jetzt lose Gruppen gebildet, die sich mit den Themen Mobilität, Konsum, Ernährung und Energieversorgung beschäftigen werden. Darüber hinaus arbeiten die Jesteburger an einer Übersicht, die darstellen und verdeutlichen soll, was in Jesteburg und Umgebung bereits erreicht wurde - und somit womöglich als Vorbild dienen kann.

Claudia von Ascheraden zeigte sich begeistert vom Engagement der Teilnehmer. "Die Gemeinde Jesteburg und die Samtgemeinde soll bis 2040 klimaneutral sein. Das können wir als Verwaltung nicht allein schaffen, sondern nur gemeinsam mit den Bürgern."

Wer bei dem Treffen nicht dabei sein konnte, aber gern beim Netzwerk mitmachen möchte, meldet sich per E-Mail bei Konstantin Muffert (konstantin.muffert@muffertmedia.com) oder Christoph Kröger (ck@wiedenhof.de). Weitere Treffen sind in Planung, aber noch nicht terminiert.

Die Initiatoren der Klimakommune, Christoph Kröger (li.) und Konstantin Muffert (re.) hatten Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden und Oliver Waltenrath, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, als Redner eingeladen
Maren Warnecke (v. li.), Heidi Seekamp, Doris Kilius und Giko Krömker tauschten sich zum Thema "Konsumverhalten" aus
Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden tauschte sich mit den Bürgern zum Thema Klimaschutz aus
Redakteur:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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