Diskussion um Bossard-Erweiterung
Wegen Kunststätte Bossard: Kreis-CDU distanziert sich von Dr. Jörn Lütjohann

Dr. Jörn Lütjohann hat sich mit seiner Bossard-Kritik innerhalb der CDU keine Freunde gemacht
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Vorsitzende Britta Witte: "Er ist im Kreisvorstand isoliert"

(mum).
Jetzt hat das Bossard-Chaos auch die Kreis-CDU erreicht: Nachdem die Mega-Erweiterung der Kunststätte zur "Kunsthalle der Lüneburger Heide" bereits durch Nazi-Vorwürfe gegen Gründer Johann Bossard in überregionalen Medien, Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen eines Hakenkreuzes und zuletzt den Rücktritt von Kunststätten-Leiterin Dr. Gudula Mayr zum Jahresende aus dem Vorzeigeprojekt ein medialer Albtraum geworden ist und zu allem Überfluss auch noch die SPD die Streichung des Zuschusses in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro beantragt hat (wird am Donnerstag, 25. Juni, ab 15 Uhr im Veranstaltungszentrum "Burg Seevetal" diskutiert), kriselt es auch in der CDU.

"Bisher war es in der CDU Harburg-Land gute Sitte, innerparteiliche Meinungsverschiedenheiten zunächst intern zu besprechen und möglichst zu klären, doch nach Wochen der ausschließlich medialen Angriffe durch Dr. Jörn Lütjohann auf Parteikollegen ist nun das Maß voll", sagt Kreisvorsitzende Britta Witte "Selbstverständlich gibt es in einer großen Fraktion auch immer mal unterschiedliche Sichtweisen und wie in jeder demokratischen Partei wird gemeinsam diskutiert und um den richtigen Weg gerungen. Diese Spielregel wurde beim Thema Bossard von Beginn an durch Dr. Lütjohann missachtet", ergänzt Hans-Heinrich Aldag, Fraktionsvorsitzender der Kreis-CDU. "Erzürnt sind die Fraktionskollegen nicht etwa über konträre inhaltliche Aussagen, sondern darüber, dass ihr Parteikollege sich zum wiederholten Male ausschließlich und im völligen Alleingang über die Presse zu Wort meldet, er in gemeinsamen Sitzungen aber entweder fehlt oder es ansonsten vorzieht, zu schweigen, wenn er nicht ausdrücklich angesprochen wird." Auch zwischen den Sitzungen habe er den Fraktionsvorstand bisher nie über seine Anfragen oder Presseverlautbarungen zumindest in Kenntnis gesetzt.

Auf die Frage nach Sanktionen erläutert Witte: "Ich möchte das Verhalten nicht durch eine unweigerlich folgende weitere Diskussion über gerechtfertigte oder nicht gerechtfertigte Maßnahmen aufwerten. Es ist Dr. Lütjohann sicherlich auch so bewusst, dass er im Kreisvorstand inzwischen isoliert dasteht, zumal dieser Vorfall nicht der erste Alleingang ist."
Ähnlich sieht es auch Aldag für die Kreis-Fraktion: "Das Verhalten dieses Fraktionskollegen kann man nach den letzten unsäglichen Anwürfen gegen den Bossard-Stiftungsrat, dem außer mir auch Landrat Rainer Rempe sowie Vertreter der Sparkasse angehören, nur als absolut inakzeptabel bezeichnen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist augenblicklich für mich nicht vorstellbar. Wie wir bis zum Ende dieser Wahlperiode mit der Situation umgehen, werden wir intern noch klären müssen." Wie berichtet, hatte Lütjohann die Pläne zur "Kunsthalle der Lüneburger Heide" scharf kritisiert. Dabei ging er mit den beteiligten Personen hart ins Gericht.

Lesen Sie auch:
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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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