Kühne Vision vom Sporthotel in Oldendorf

TuS-Vorsitzender Matthias Tiedemann (li.) und der Chef des Kreisleichtathletikverbands Stade, Johann Schlichtmann
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Investor für modernes Beherbergungs-Projekt auf der Stader Geest gesucht / Sportplatz wird saniert

tp. Oldendorf. Die Gemeinde Oldendorf investiert in diesem Jahr 184.500 in die Modernisierung des Rudolf-Pöpke Sportzentrums (das WOCHENBLATT berichtete). Die mit hohen öffentlichen Zuschüssen finanzierte Baumaßnahme gibt Bürgermeister Johann Schlichtmann (60), Vorsitzender des Kreis-Leichtathletikverbands Stade, und Matthias Tiedemann (45), Ratsherr und Chef des 1.200 Mitglieder starken Sportvereins TuS Oldendorf, Anstoß zu Überlegungen, die weit über eine Nutzung als lokale Sportstätte hinausgehen: Die Anlage könne internationales Trainingslager für Leichtathleten werden. Zum Konzept gehört ein Sporthotel am Ortsrand.

Genügend Platz für einen Hotelneubau halte die Gemeine im Gewerbegebiet bereit, sagten Schlichtmann und Tiedemann. Die beiden Sportfunktionäre dachten erstmals im Rahmen der Kampagne "Wir sind Feuer und Flamme für die Olympischen Spiele in Hamburg" intensiv über die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten für Sportler aus aller Welt auf der Stader Geest nach.

Auch nach dem Bürgerentscheid gegen eine Austragung der Spiele in Hamburg halten sie an ihrer kühnen Vision vom internationalen Trainingscamp - auch für Fußballer - fest. Eine weitere Nutzung der künftigen Gebäude als Fahrradfahrerhotel oder Motel für Zweiradfahrer sei möglich, so Johann Schlichtmann, der in seiner Jugend in der vierten Bundesliga Fußball spielte und dabei zahlreiche internationale Sporthotels in ländlichen Gebieten Deutschlands kennenlernte. Er verweist exemplarisch auf den 1.000-Einwohner-Ort Waltershofen im Allgäu, der über ein renommiertes Sporthotel verfüge. "Warum also nicht auch in Oldendorf mit seinen rund 3.000 Einwohnern? Letztendlich brauchen wir einen Investor, der die Ideen professionell umsetzt", sagt Schlichtmann.

Einen Anreiz für die Hotelansiedlung setze die Gemeinde mit der guten Infrastruktur im Sportzentrum mit renovierter 400-Meter-Wettkampfbahn, Weit- und Hochsprunganlage, zwei Großrasenplätzen, zwei Faustball- und vier Tennisfeldern und vielem mehr. Im Zuge der in diesem Jahr anstehenden Modernisierung bekommt das Sportzentrum für 87.000 Euro eine auf sparsamer LED-Technik basierende, steuerbare Flutlichtanlage, eine Sportplatzbewässerung für 31.000 Euro, Sitzplätze im Umkleideunterstand für 14.000 Euro, eine Spielfeldbarriere für 7.000 Euro und eine Maulwurfsperre für 4.000 Euro.

Schlichtmann meint: "Der Aufwand verlangt einfach nach einer Belebung."

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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