Übung
Alarm! DLRG sucht im Wasser nach einem "versunkenen Beweis"

Wie im Urwald: Die DLRG sucht bei einer Übung nahe des Seevesiels mit dem Motorrettungsboot nach Gegenständen am Grund des Flusses
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ts. Over/Wuhlenberg. Bei einer Alarmübung haben Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Seevetal in der vergangenen Woche am Seevesiel nahe der Ortschaft Wuhlenberg die Suche nach einem Gegenstand auf dem Grund der Elbe und der Seeve trainiert. Das Übungsszenario ging davon aus, der Polizei Amtshilfe zu leisten und möglichst schnell ein nicht näher bekanntes Objekt aus dem Wasser zu holen. "Der versunkene Beweis" lautete der spannende Titel der realistischen Übung.
Auf der Elbseite des Seevesiels suchte ein Trupp im Motorrettungsboot "Hol em rut" mit dem Seitensichtsonar (Side-Scan) nach dem unbekannten Gegenstand auf dem Grund des Flusses. Mit Hilfe des Sonars lassen sich Gegenstände ab fünf Zentimeter Länge am Grund orten. Das Boot ist im Yachthafen Bullenhausen stationiert, benötigt mit Vollgas etwa fünf Minuten bis zum Seevesiel.
Auf der Seeveseite des Bauwerks setzten die DLRG-Helfer einen Tauchroboter mit Kamera ein. Die Technologien verringern das Risiko der Einsatztaucher. "Die Strömung und das Bauwerk des Seevesiels selbst stellen besondere Gefahrenmomente dar", erklärt Markus Wölfel, 1. Vorsitzender der DLRG Seevetal. Die Taucher könnten sich im angeschwemmten Gestrüpp verfangen. Ist der Gegenstand entdeckt, können Taucher zielgerichtet ins Wasser steigen und müssen nicht "im Trüben fischen". Bei der Übung trainierten die DLRG-Helfer auch die Kommunikation zweier Suchtrupps, die nicht in Sichtkontakt stehen. Einmal im Jahr rückt der DLRG-Ortsgruppe Seevetal (20 Aktive im Wasserrettungsdienst und Katastrophenschutz) zu einer Alarmübung aus, bei der die Helfer Sonderrechte genießen und mit Blaulicht fahren dürfen.
Den "versunkenen Beweis" gab es übrigens nur in der Theorie. Mit Hilfe des Tauchroboters entdeckte die DLRG aber einen Nadelbaum, der den Betrieb des Seevesiels stören könnte. Die Rettungsorganisation informierte deshalb das Wasser- und Schifffahrtsamt.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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