Geldautomaten gesprengt

Die Sparkasse in Ramelsloh: Hier eignete sich die Tat
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thl. Ramelsloh. Mit einem lauten Knall haben Unbekannte am vergangenen Donnerstag einen Geldautomaten der Sparkasse Harburg-Buxtehude in den Räumlichkeiten an der Ohlendorfer Straße gesprengt und dabei eine noch unbekannte Menge an Bargeld erbeutet. Die Tat ereignete sich um 4.30 Uhr. Obwohl die Polizei schnell vor Ort war, gelang den Tätern die Flucht. Die Spurensuche gestaltete sich schwierig, da auch das Bankgebäude erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Deswegen musste erst die Statik geprüft werden, bevor Ermittler die Bank betreten konnten.
Die Sprengung dieses Automatens ist die 24. Tat in den vergangenen Monaten allein in Niedersachsen. Bundesweit wurden in diesem Jahr schon über 300 Geldautomaten auf diese Weise zerstört. Für Niedersachsen hat das Landeskriminalamt (LKA) in Hannover jetzt die Ermittlungen übernommen und eine Sonderkommission ins Leben gerufen. "Wir wollen damit die länderübergreifenden Ermittlungen weiter bündeln", sagt LKA-Sprecher Frank Federau.
"Es handelt sich bei den Tätern um verschiedene professionelle Gruppierungen, die skrupellos vorgehen und denen Menschenleben egal sind", sagt Christian Zahel, Leiter der zehnköpfigen Soko. Die Täter würden ein Gasgemisch in die Geldautomaten leiten und diese so zur Detonation bringen. Dadurch und durch die Druckwelle würden auch immer anliegende Bewohner gefährdet werden. "Unser Ziel ist es, die Ermittlungen in Niedersachsen zu koordinieren, Organisationsstrukturen zu erkennen und die Hintermänner zu ermitteln", so Zahel.
- Hinweise an den Zentralen Kriminaldienst in Buchholz, Tel. 04181 - 2850.
- Die Sparkasse Harburg-Buxtehude teilt mit, dass aufgrund der Tat die Kunden in der Ramelsloher Filiale in nächster Zeit mit Einschränkungen rechnen müssen. Eine Bargeld-Verfügung sei voraussichtlich erst im Laufe des Januar wieder möglich, heißt es. Kunden werden gebeten, auf die Filiale in der Schulstraße in Maschen auszuweichen.

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Thomas Lipinski aus Winsen

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