Neues Zuhause für die Autobahnpolizei
Mehr Sicherheit durch kurze Wege

Die symbolische Schlüsselübergabe (v. l.): Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung Daniela Behrens, Erster Polizeihauptkommissar Oliver Kues, Leiter des Autobahnpolizeikommissariats Maschen, und Kathrin Schuol, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg | Foto: sra
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  • Die symbolische Schlüsselübergabe (v. l.): Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung Daniela Behrens, Erster Polizeihauptkommissar Oliver Kues, Leiter des Autobahnpolizeikommissariats Maschen, und Kathrin Schuol, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg
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Mit einem Festakt wurde am Mittwoch das neue Dienstgebäude der Autobahnpolizei Maschen offiziell eingeweiht. Es handelt sich um einen modernen Erweiterungsbau an das Polizeikommissariat Seevetal. Die neue Lage nahe dem Autobahnkreuz Maschen verkürzt die Einsatzwege erheblich und bringt eine spürbare Verbesserung für die Sicherheit auf einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen Deutschlands.

Zur Einweihung waren rund 70 Gäste erschienen, unter anderem aus Politik, Verwaltung, Polizei und weiteren Vertretern der "Blaulichtfamilie". Unter ihnen befand sich Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, die in ihrer Rede die Bedeutung moderner Polizeiarbeit und guter Rahmenbedingungen hervorhob. Weitere Gäste waren die Bundestagsabgeordnete Nadja Weippert, die Landtagsabgeordneten Jan Bauer und André Bock sowie Anette Randt, die als stellvertretende Landrätin für Rainer Rempe teilnahm. Auch Emily Weede, Bürgermeisterin der Gemeinde Seevetal, und Angelika Tumuschat-Bruhn, Ortsbürgermeisterin von Maschen und Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, nahmen an der Feier teil.

Behrens betonte in ihrer Rede die Bedeutung des Neubaus nicht nur als infrastrukturelle Verbesserung, „sondern auch als Symbol für die Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Polizei“. Es sei ein guter und großartiger Tag für die Region. Der Neubau sei das Ergebnis jahrelanger Bemühungen, insbesondere der Polizeiinspektion Harburg, die mit Nachdruck um die Erweiterung gekämpft habe.

Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung Daniela Behrens bei ihrer Begrüßungsrede | Foto: sra
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Neue Rahmenbedingungen für die Polizei

Behrens erinnerte daran, dass bereits einer ihrer ersten Termine im Amt sie nach Winsen geführt hatte. Damals habe sie die Dimension des Sanierungs- und Modernisierungsbedarfs in der Polizei Niedersachsen eindrücklich vor Augen geführt bekommen. Behrens: „Mit einem Sanierungsstau von über 340 Millionen Euro im ganzen Land brauchen wir viel Geld, viel Zeit und viel Geduld – und manchmal auch kreative Ideen. Unter anderem mit Investorenmodellen“, womit Behrens auf die Abwicklung mit der Niemann GbR, Grundstückseigentümerin und Investorin, anspielte.
Mit über 24.000 Mitarbeitenden sei die Polizei kein abstraktes Gebilde, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die täglich für Sicherheit einstehen.

„Wenn es auf der Autobahn knallt, müssen Menschen da sein, die helfen“, so die Ministerin. Dafür brauche es gute Rahmenbedingungen, funktionale Gebäude, moderne IT und klare gesetzliche Grundlagen. Gerade im Kampf gegen moderne Kriminalität müsse die Polizei mit technischen Möglichkeiten ausgestattet werden, die mindestens denen von Kriminellen entsprechen. Sie kündigte an, dass das Land in Kürze neue rechtliche Grundlagen schaffen werde, unter anderem mit einer Novelle des Niedersächsischen Polizeigesetzes, das noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll. Zudem würden die Zahl der Anwärterplätze und die Ausbildungszahlen erhöht.

Der Funkraum ist die Überwachungszentrale und das Herzstück der neuen Autobahnpolizei | Foto: sra
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Ein Zeichen von Respekt und Professionalität

Polizeipräsidentin Kathrin Schuol würdigte die verbesserte Einsatzfähigkeit durch das neue Gebäude, das funktional wie symbolisch für zukunftsorientiertes polizeiliches Arbeiten stehe. Eine gute Arbeitsumgebung sei Ausdruck von Respekt. Mit 640 Quadratmetern Fläche, modernen Überwachungssystemen, gemeinsam genutzten Räumen wie dem Gewahrsam und der Bürger-Schleuse sowie 41 Mitarbeitenden ist die neue Dienststelle nicht nur funktional, sondern auch ein Symbol eines modernen Arbeitgeberverständnisses.

Mit der Schließung der früheren Autobahnwache Thieshope und dem anschließenden Umzug nach Winsen verlängerten sich die Wege zu Einsatzorten rund um das Maschener Kreuz erheblich. Einsätze von dort aus bedeuteten häufig Anfahrtszeiten von über zehn Minuten. Das neue Dienstgebäude verkürzt diese Zeiten deutlich. Künftig kann die Polizei oftmals noch vor Feuerwehr und Rettungsdienst am Unfallort eintreffen.

Das Autobahnpolizeikommissariat Maschen betreut mit 112 Doppelkilometern Autobahn, 16 Anschlussstellen sowie den Verkehrsknotenpunkten Maschener Kreuz, Buchholzer Dreieck und Horster Dreieck den größten autobahnspezifischen Zuständigkeitsbereich innerhalb der Polizeidirektion Lüneburg. Damit ist es ein zentraler Baustein für die Verkehrssicherheit in Norddeutschland – insbesondere auf einer Strecke, die bis Skandinavien reicht.

Ein gemeinsamer Kraftakt

Der Leiter der Autobahnpolizei Maschen, Polizeihauptkommissar Oliver Kues, dankte in seiner Rede allen Beteiligten. Dazu gehören der Landkreis Harburg, die Gemeinde Seevetal, das Dezernat 21 der Polizeidirektion Lüneburg sowie der Investor und die bauleitende Gesellschaft Effinger. „Ohne ihren Einsatz wäre dieser Neubau nicht möglich gewesen“, sagte Kues.

Auch Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede betonte, wie wichtig die Polizeipräsenz in dieser Lage sei. Seevetal liege an mehreren Autobahnkreuzen und sei durch seine Nähe zu Hamburg besonders belastet. Als Zeichen der Anerkennung und der guten Zusammenarbeit überreichte sie einen Gutschein der Bäckerei Schrader an die Polizei.

Marvin Schories von der Polizeiinspektion Heidekreis sorgte mit drei Musikstücken für musikalische Auflockerung zwischen den Redebeiträgen | Foto: sra
  • Marvin Schories von der Polizeiinspektion Heidekreis sorgte mit drei Musikstücken für musikalische Auflockerung zwischen den Redebeiträgen
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Musikalisch begleitet wurde die Einweihung von Marvin Schories von der Polizeiinspektion Heidekreis. Den offiziellen Abschluss bildete die symbolische Schlüsselübergabe - ein Moment, der den Wechsel von Planung zu gelebter Praxis markierte.

Sommerreise von Behrens in Lüneburg

Im Rahmen ihrer Sommerreise informierte sich die Niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens über aktuelle Entwicklungen bei der Polizeidirektion Lüneburg. Im Fokus standen die Themen Innere Sicherheit, Digitalisierung und Einsatztraining.

Erste Station war das Zentrallabor IT-Forensik, das seit Juli 2024 digitale Beweismittel mit moderner Technik und KI-gestützten Systemen analysiert. Das Labor spielt eine zentrale Rolle bei der Aufklärung schwerer Straftaten wie Kinderpornografie. Die Spezialistinnen und Spezialisten der Polizei können geschützte und gelöschte Daten rekonstruieren und bewerten.

Anschließend besuchte die Ministerin den neuen Trainingsstützpunkt für Systemisches Einsatztraining in Lüneburg. Seit Juni 2025 werden dort Polizeikräfte praxisnah auf komplexe Einsatzlagen vorbereitet. Behrens lobte die modernen Trainingsbedingungen und betonte deren Bedeutung für die Sicherheit der Einsatzkräfte und eine professionelle Polizeiarbeit.

Mehr zu dem neuen Gebäude der Autobahnpolizei:

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Redakteur:

Sven Rathert aus Seevetal

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