200 Sturmeinsätze für Feuerwehren in Seevetal
Orkan beschädigt das Dach der St.-Mauritiuskirche in Hittfeld

Der Orkan hat ein Loch in das Dach der St.-Mauritiuskirche gerissen
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  • Der Orkan hat ein Loch in das Dach der St.-Mauritiuskirche gerissen
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ce/ts. Seevetal. Orkanböen in der Nacht zum heutigen Samstag haben das Dach der St.-Mauritiuskirche in Hittfeld beschädigt und ein Loch hineingerissen.. Dachziegel auf einer Fläche von mehreren Quadratmetern haben sich gelöst und sind zu Boden gefallen. Die Zugänge zum Kirchengebäude sind gesperrt. Ein Unternehmen war am frühen Samstagnachmittag mit Reparaturarbeiten beschäftigt.
"Zeynep", das zweite Orkantief binnen zwei Tagen, hat  im Gebiet der Gemeinde Seevetal für teilweise schwere Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen gesorgt und mehr als 200 Hilfeleistungseinsätze der Feuerwehren ausgelöst. Seit Freitagabend waren die 14 Ortswehren der Gemeinde bis Samstagnachmittag pausenlos im Einsatz.
Zwei Einsatzschwerpunkte waren dabei Maschen-Heide und Horst, teilweise waren hier bis zu sieben Ortsfeuerwehren zeitgleich im Einsatz. In allen Ortsteilen der Gemeinde fielen die Hilfeleistungseinsätze an. Zum jetzigen Zeitpunkt ist glücklicherweise nicht von Personenschäden auszugehen.
Schon seit dem frühen Freitagabend war die Kommunale Einsatzleitung (KEL) der Gemeinde im Feuerwehrhaus Fleestedt rund um die Uhr besetzt. Alle Hilfeersuchen aus der Gemeinde, die über Notruf 112 an die Winsener Rettungsleitstelle gingen, wurden von dort sofort an die KEL weitergeleitet, von dort wurde die Einsätze dann an die eingesetzten Kräfte disponiert.
Zunächst waren die Feuerwehren aus Fleestedt, Hörsten und Ohlendorf für das Gemeindegebiet zuständig. Mit Zunahme des Windes und Auffrischen bis hin zur Orkanstärke nahmen die Hilfeersuchen schlagartig zu, so dass nahezu alle Feuerwehren der Gemeinde in den Einsatz geschickt wurden. Teilweise mussten sich die Kräfte die Wege zu den eigentlichen Einsatzorten freisägen, überall blockierte umgestürzte Bäume die Zufahrten. Brisant war die Lage in der Straße "Wilder Kamp“ in Maschen. Dort drohten gleich mehrere große Kiefern durch die Böen zu entwurzeln und auf Wohnhäuser zu fallen. Mehrere Ortswehren, die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld und der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen schafften es gemeinsam, die Bäume zu beseitigen und so die Gefahr für die Wohnhäuser zu beseitigen.
Die Feuerwehr Beckedorf/Metzendorf war in Wittenberg im Einsatz, hier war eine mehrstämmige Birke umgestürzt und hatte auch einen Pkw getroffen. Der Baum wurde mit mehreren Kettensägen zerkleinert. Immer wieder mussten die Feuerwehren zu auf Wohngebäude gestürzten Bäumen ausrücken. In Hittfeld, Horst, Lindhorst, Maschen-Heide und Over wurden unter anderem dutzende dieser Einsatzstichwörter abgearbeitet. In Ohlendorf musste die Feuerwehr bei einem abgedeckten Dach in der Brackeler Straße tätig werden, hier waren gut 60 Quadratmeter Dachfläche betroffen. Mehrere Straßen und Privatgrundstücke mussten wegen der erheblichen Gefährdung durch weitere gefährdete Bäume gesperrt werden.
Einige besondere Einsätze im Überblick:
- Baum auf Straße BAB A 39 Maschen Richtung Lüneburg
- Massive Kiefer auf Wohnhaus Alter Postweg, Maschen
- Baum auf Pkw am Wittenberg in Beckedorf und in der Lindenstraße in Emmelndorf-Siedlung
- Dach abgedeckt Brackeler Straße, Ohlendorf
Erst in den Nachmittagsstunden beruhigte sich die Lage allmählich, so dass immer mehr Feuerwehren die Einsätze wegen des Sturms beenden konnten. Allein in der Gemeinde Seevetal waren zeitweise mehr als 200 Kräfte zeitgleich im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen.

"Zeynep" hinterlässt auch im Kreis Harburg Schneise der Verwüstung
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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