Hittfeld: Johanniter übten bei Feuerwehr
Zwölf Ehrenamtliche erfolgreich
- Mehr als 30 Ehrenamtliche waren an der Übung beteiligt
- Foto: Johanniter/Schleutker-Franke
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Ein schweres Elbehochwasser hat zahlreiche Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Sie benötigen eine Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Dieses Szenario bildete die Grundlage einer Katastrophenschutzübung der Johanniter an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld. Mehr als 30 Ehrenamtliche waren daran beteiligt.
Anlass war der Abschluss eines Ausbildungsmoduls, das zwölf ehrenamtliche Johanniter erfolgreich absolviert hatten. In der Grundausbildung für Katastrophenschützer lernten sie unter anderem, wie der Katastrophenschutz organisiert ist und wie Einsätze ablaufen. Weitere Themen waren der Umgang mit Lastwagen, das sichere Verladen von Material, Gefahren an Einsatzstellen sowie der Aufbau von Zelten und die Stromversorgung.
Auch die Registrierung, Sichtung und Behandlung betroffener Menschen gehörten zur Ausbildung. Bei der Abschlussübung konnten die Teilnehmer ihr Wissen unter möglichst realistischen Bedingungen anwenden.
Die Aufgabe lautete, eine Betreuungsstelle für rund 200 Menschen einzurichten. „Dabei geht es darum, Dinge strukturiert durchzuführen und zu üben“, erklärt Tobias Könecke, Leiter Bevölkerungsschutz bei den Johannitern. In einer solchen Einrichtung müssten Menschen jeden Alters untergebracht und gegebenenfalls mehrere Tage lang mit Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln und Schlafplätzen versorgt werden.
Die Ehrenamtlichen bauten eine Unterkunft und eine Registrierungsstelle auf. Eine Feldküche übernahm die Verpflegung, außerdem wurde eine Sanitätsdienststelle eingerichtet. Hinzu kamen ein Werkstattbereich für kleinere Reparaturen, die Organisation der Parkplätze und die Beleuchtung des Geländes. Mit dem Ergebnis zeigte sich Könecke zufrieden: „Die Helfenden haben das Gelernte in einem einsatznahen Setting sehr gut umgesetzt.“
Die Johanniter suchen weitere Ehrenamtliche für den Katastrophenschutz. Wer sich engagieren möchte, kann sich per E-Mail an harburg@johanniter.de wenden.
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