Nachbarschaftsstreit
Ein Kangal verunsichert seit Monaten eine Nachbarschaft in Hittfeld

Ein Anatolischer Hirtenhund in der Nachbarschaft bereitet ihnen seit Monaten Ärger: Anwohner der Straße Am Redder machen ihrem Unmut mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz Luft
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Panorama

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

os. Winsen. Das sind traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldete am heutigen Donnerstag, 26. November, gleich fünf weitere Menschen, die am oder mit dem Coronavirus gestorben sind! Damit steigt die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch der Pandemie von 33 auf 38. Nach Angaben von Kreissprecher Andres Wulfes wohnten zwei der jetzt Verstorbenen im Alten- und Pflegeheim Heidehaus in Jesteburg. Zudem wurden zwei Personen nachgemeldet, die im Landkreis Harburg wohnten, aber in Krankenhäusern in...

Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
Stader ergattert 50.000 Euro durch Soforthilfe-Programme

wei. Stade. Der 40-jährige Hauptangeklagte G. und sein 51-jähriger mutmaßlicher Komplize K. standen am Montag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade. In Handschellen wurde G. in den Saal geführt. K. ist dagegen auf freiem Fuß und kam verspätet mit der Bahn an. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, durch Betrug einen fünfstelligen Betrag aus den Corona-Soforthilfe-Programmen erhalten zu haben. Dazu machte er bewusst falsche Angaben. K. stellte dafür seine Ausweisbilder zur...

Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
Abgründe im Tostedter Jugendzentrum

bim. Tostedt. Der Tatvorwurf liest sich laut Aktenlage recht "nüchtern": sexuelle Nötigung und Vergewaltigung zwischen Dezember 2015 und September 2016. Doch die jetzige Verhandlung am Amtsgericht Tostedt offenbarte Abgründe im Tostedter Jugendzentrum (JUZ) - egal, was sich damals wirklich zugetragen hat. Ein ehemaliger JUZ-Leiter (40) soll eine pädagogische Kraft (46) bei zwei Gelegenheiten gewaltsam an die Wand gedrückt, sie an Brust und Scheide angefasst und vor ihr onaniert haben und ein...

ts. Hittfeld. Einfamilienhäuser mit Gärten reihen sich in der schmalen Wohnstraße Am Redder in Hittfeld aneinander. Von den Terrassen eröffnet sich der Blick in ein Wäldchen. Seit April ist es für einige Anwohner mit der Idylle dahin: Seitdem lebt ein Kangal, auch bekannt als Anatolischer Hirtenhund, in der Nachbarschaft. Aggressiv und dominant trete das kräftige Tier auf und sei auch schon durch Gärten geflitzt, berichten Nachbarn. Mit seinem Gebell strapaziere der Hund die Nerven seiner Nachbarn - morgens, mittags, abends und nachts.
Mit dem Eigentümer des Hundes zu sprechen, haben Nachbarn inzwischen aufgegeben. Der sei nicht einsichtig, sagen sie. Von den zuständigen Behörden fühlen sie sich allein gelassen. Die Nachbarn wissen nicht mehr weiter. Ihre Hinweise auf tierschutzrechtliche Verstöße, hier ist das Kreisveterinäramt zuständig, und auf ordnungsrechtliche Verstöße, hier ist das Ordnungsamt der Gemeinde Seevetal zuständig, brachten bislang nicht den gewünschten Erfolg - nämlich dem Eigentümer das Tier zu entziehen.
"Die Hundehaltung ist so verboten", sagt Tierschützerin Julia Welsch. Die Vorsitzende des Vereins zur Hilfe und Unterstützung tot aufgefundener Haustiere unterstützt die Nachbarn. Der Kangal wird im Freien an einer Leine an der Stange gehalten. Mittlerweile kann das Tier sich in eine Wetterschutzhütte verkriechen - monatelang sei das nicht der Fall gewesen.
Der Kangal, der bis zu 65 Kilo schwer werden kann, sei gegenüber anderen Hunden meist dominant und eher unverträglich, heißt es im Tierinformationsportal "Zoo Royal". Diese Wesenszüge bei einer großen Hunderasse, die sehr kräftig ist und ein großes Revier beansprucht, seien mit dem Leben im heutigen Deutschland kaum vereinbar, urteilt das Magazin. Auch Tierschützerin Julia Welsch meint, dass der Kangal besser als Hütehund einer Herde aufgehoben sei - und nicht in dem begrenzten Garten eines Wohngebiets.
Nachbar Reinhart Knopp führt Lärmprotokolle, schreibt dem Ordnungsamt auf, wann der Hund wieder laut bellt oder jault. "Meine Frau muss morgens zur Arbeit, wird um den Schlaf gebracht", sagt er. Mehrere Anzeigen haben Nachbarn bei der Polizei gestellt.
Protokolle, Anzeigen bei der Polizei und Zeugenaussagen können Hinweise sein, die ein Handeln des Veterinäramtes oder des Ordnungsamtes erfordern.
Die Vorwürfe müssen nachweisbar sein. Hundehaltung ist in Deutschland nicht verboten. "Mitarbeiter des Veterinäramts nehmen einen Hund nicht sofort mit, sondern machen zunächst Vorschläge, Missstände abzustellen", sagt Kreissprecher Andres Wulfes. Die Kriterien regelt die Tierschutz-Hundeverordnung des Bundes. Darin steht zum Beispiel, dass Hunde ausreichend Auslauf und bei Haltung im Freien eine Schutzhütte haben müssen.
Wie rechtlich schwierig es ist, einem Halter die Hundehaltung zu verbieten, zeigt die Antwort der Seevetaler Gemeindeverwaltung: Dies könne insbesondere dann erfolgen, wenn der Halter aufgrund einer vorsätzlichen Straftat innerhalb der letzten fünf Jahre zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, geschäftsunfähig ist, aufgrund einer psychischen, oder geistigen oder seelischen Behinderung betreut wird, von Alkohol oder Betäubungsmitteln abhängig ist oder wiederholt oder gröblich gegen das Niedersächsische Hundegesetz verstoßen hat oder aufgrund geringer Kräfte der Hund nicht sicher geführt werden kann. Alle Tatbestände müssen nachgewiesen werden, zum Beispiel mit Hilfe von fachärztlichem Gutachten oder durch entsprechende beweiskräftige Zeugenaussagen.
Der Kangal verbreitet Furcht in der Siedlung Am Redder. "Man hat Angst, mit dem eigenen Hund zu gehen", sagt eine Nachbarin. Jugendliche, die dazu in die Siedlung kämen, würden mit dem Kangal laufen. Nachbarn haben den Eindruck, dass der Hund seine Betreuer beherrsche - und nicht umgekehrt. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt eine Kindertagesstätte in der Straße.
Seit April sammeln die Nachbarn Hinweise, um die Ämter davon zu überzeugen, dass der Kangal nicht artgerecht gehalten werde und gefährlich sei - bisher ohne Erfolg.
Möglicherweise ändert eine Anzeige bei der Polizei etwas daran, die Nachbar Olaf Karl vor mehr als drei Wochen gestellt hat, weil der Kangal seinen Labrador angegriffen habe. "Das Tier kam auf uns zugerannt und sprang meinen Hund an", erzählt er. Olaf Karl sei dann mit seinem Hund auf ein fremdes Grundstück geflüchtet, aber der Kangal setzte ihnen nach. "Nachbarn haben uns sogar in ihr Haus gelassen. Dort haben wir gewartet, bis die Polizei kam."
Nach einer tödlichen Attacke auf einen Yorkshireterrier in Hemelingen, berichtete der Weser-Kurier im Januar, hat das Bremer Ordnungsamt zwei Kangals von ihrem Halter vorläufig getrennt.

Die Halter des Kangal in Hittfeld: "Jetzt reden wir"
Ein Anatolischer Hirtenhund in der Nachbarschaft bereitet ihnen seit Monaten Ärger: Anwohner der Straße Am Redder machen ihrem Unmut mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz Luft
Dieser Kangal lebt in der Siedlung Am Redder in Hittfeld
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

Service

Maskenpflicht!!! Inzidenzwert liegt am 27.11. bei 71,4
Landkreis Stade: 1.000er-Marke bei Corona-Infizierten überschritten

jd. Stade. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade hat am Freitag, 27. November, die 1.000er-Marke überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind kreisweit bisher 1.007 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit kommt laut der offiziellen Statistik auf etwas mehr als 200 Landkreis-Bewohner ein Corona-Infizierter. Die Dunkelziffer der Corona-Infizierten dürfte um einiges höher liegen, da viele Fälle gar nicht erkannt werden. Mit dem Verhältnis von 200 zu 1...

Politik
Die benachbarten Landkreise informieren wesentlich ausführlicher über die Corona-Situation

Lachhaft: "Bleiben Sie gut informiert", steht auf der Internetseite
Landkreis Stade hält Corona-Zahlen unter Verschluss

MEINUNGSARTIKEL:  Wer sich auf der Homepage des Landkreises Stade zum Thema Coronavirus informieren will, fand dort bislang die tagesaktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen. Seit Anfang dieser Woche ist das anders: Unter der Überschrift "Aktuelle Lage im Landkreis Stade" steht dort - abgesehen vom Inzidenzwert - das pure Nichts. Doch warum stellt der Landkreis keine eigenen Corona-Daten mehr online und auch nicht der Presse zur Verfügung? Grund soll das Wirrwarr um die Statistik sein:...

Blaulicht
Marie Bremer mit dem angeschossenen "Addi", der 
wahrscheinlich sein linkes Auge verlieren wird

Vorfall in Regesbostel
Wer schoss auf Jack-Russell-Terrier "Addi"?

bim. Regesbostel. Wie gestört muss jemand sein, der so etwas macht? Jack-Russell-Terrier "Addi" wurde am Freitag der Vorwoche (20. November) auf dem umzäunten Grundstück seiner Halter Marie und Norman Bremer in Regesbostel (Samtgemeinde Hollenstedt) ins Auge geschossen. Der zweijährige Rüde spielte gerade mit seiner Jack-Russell-Freundin "Motte" (4) fröhlich im Garten. Die junge Familie ist total geschockt und bangt jetzt um das Augenlicht ihres Lieblings. Für Hinweise, die zur Ergreifung des...

Panorama
Im Ramelsloher Ortskern dreht das Filmteam eine bedrohliche Szene mit Paula Conrad Hugenschmidt
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Ramelsloh ist Kulisse für einen TV-Thriller

ts. Ramelsloh. Das Seevetaler Dorf Ramelsloh war in der vergangenen Woche an zwei Tagen die Kulisse für Dreharbeiten zu dem Pilotfilm einer neuen Reihe mit dem Arbeitstitel "Der Beschützer". Auftraggeber ist die Degeto Film GmbH, das ist die gemeinsame Filmeinkaufsgesellschaft der ARD. Die Produktionsfirma hält Angaben zur Handlung und beteiligten Schauspielern noch geheim. Nur so viel verrät sie: Es handelt sich um einen Thriller, der im "Ersten" zu sehen sein wird. Die Hauptrolle spielt...

Service
Apotheker Alexander Stüwe zeigt die Qualitätsmaske, die mit CE und  vierstelliger Zahl zertifiziert ist

Eilgesetz zur Maske auf Rezept / Apotheken sollen die Verteilung übernehmen
Kommt der große Ansturm auf Gratis-Masken?

(sla). In Bremen wurden kürzlich viele Apotheken wegen der kostenlosen Verteilaktion von FFP2-Schutzmasken regelrecht überrannt. Auch der Buxtehuder Apotheker Alexander Stüwe rechnete jetzt mit einem Ansturm. Denn am 19. November wurde das "dritte Bevölkerungsschutzgesetz" verabschiedet, das unter anderem vorsieht, dass Apotheken eine weitere wichtige Rolle in der Pandemie bekommen: Sie sollen Masken kostenlos an Risikogruppen verteilen. "Dies wird über ein Rezept des Hausarztes geschehen",...

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