Unbekanntes Hittfeld in Wort und Bild

Das Fotos zeigt das Mühlengehöft in Hittfeld im Jahr 1959
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  • Das Fotos zeigt das Mühlengehöft in Hittfeld im Jahr 1959
  • Foto: Gemeindearchiv Seevetal
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Der frühere Rektor Carl Hoffmann dokumentierte die Ortsgeschichte akribisch wie kein anderer / Sein Archiv steht jetzt Heimatforschern offen

ts. Hittfeld. Wohl niemand hat die Ortsgeschichte von Hittfeld so akribisch in Wort und Bild beschrieben wie der frühere Hittfelder Schulleiter Carl Hoffmann (1895 - 1968). Sein zwei Kartons umfassender Nachlass enthält schriftliche Aufzeichnungen, Fotos und Dias mit seltenen historischen Ansichten. Bisher war das Hoffmann-Archiv der Öffentlichkeit nicht zugänglich, lag unbearbeitet im Regal des Gemeindearchivs in Meckelfeld. Jetzt steht das Wissen über Hittfeld Heimatforschern und anderen Bürgern offen.
Mitglieder das Vereins Wassermühle Karoxbostel haben das möglich gemacht. Sie haben die gesammelten Aufzeichnungen, Dokumente und Bilder digitalisiert. In "zigtausend Scans" hat das der Medienproduzent Frank Drynda, Vorstandsmitglied im Verein Wassermühle Karoxbostel, vollbracht. Digitale Datenträger mit dem Konvolut Carl Hoffmanns haben jetzt Frank Drynda, Emily und Carsten Weede vom Verein Wassermühle Karoxbostel der Leiterin des Seevetaler Gemeindearchivs, Hilde Hoherz, zur Verfügung gestellt.
Carl Hoffmann gilt als Hittfelds bedeutendster Heimatforscher. Er habe akribisch Buch geführt. "Sein Konvolut ist schon eine Fundgrube", sagt Hilde Hoherz.
Carl Hoffmann hat das Hittfeld der 1950er Jahre fotografiert und damit in Bildern dokumentiert. Seine Aufnahmen zeigen zum Beispiel das Mühlengehöft oder den Sportplatz von damals. Die Archäologie hat ihn fasziniert. Archäologische Ausgrabungen in Hittfeld hat der Heimatforscher in eigenen Zeichnungen für die Nachwelt bewahrt. In feiner Handschrift hat Carl Hoffmann sein Wissen in insgesamt zwölf Büchern aufgeschrieben. Die Schrift wirkt wie gedruckt - ein Ausdruck seiner Akribie.
Historisch wertvoll machen das Privatarchiv die Aufzeichnungen von Gesprächen mit Zeitzeugen. "Die Menschen haben ihm vertraut und Vertrauliches zugetragen", sagt Emily Weede.
Vermutlich hat Carl Hoffmann auch Brisantes erfahren. Ein Hinweis darauf könnte eine leere Mappe sein. Nur noch die Aufschrift des Deckblattes verrät, was vermutlich deren Inhalt war: Aufzeichnungen zur NS-Ortsgruppe in Hittfeld. Ein Unbekannter habe die Unterlagen verschwinden lassen, ist sich Emily Weede sicher. "Die hat nicht Carl Hoffmann herausgenommen", sagt sie.
Das Privatarchiv ist nach seinem Tode an den Heimatforscher Willfried Nicklaus gegangen. Dieser hat mit Hilfe der Aufzeichnungen eine Chronik Hittfelds verfasst. Nachdem Nicklaus gestorben war, ging das Hoffmann-Archiv Anfang der 1980er-Jahre an das Seevetaler Gemeindearchiv über.

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