Eddelsen: Politiker besuchen Recyclinganlage
Aus Bauschutt werden neue Baustoffe
- Die Mitglieder des Ausschusses für Kreislaufwirtschaft und zur
Atommüllendlagersuche erhielten Einblicke in die Arbeit der Recyclinganlage ORCA - Foto: LK Harburg
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Was in der Vergangenheit oft nur gerade noch im Straßenbau verwendet wurde, ist in Wirklichkeit eine wertvolle Ressource, wenn es die ORCA-Anlage beim Entsorger Otto Dörner durchlaufen hat. Wie geht das? Darüber informierten sich die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Kreislaufwirtschaft und zur Atommüllendlagersuche bei der Firma Otto Dörner Kies und Deponien in Eddelsen. Die Anlage war vor rund eineinhalb Jahren eingeweiht worden. Peter Adler und Simon Gühlsdorf erläuterten den Ausschussmitgliedern die Arbeitsweise der Anlage.
Bei dem Verfahren werden mineralische Bau- und Abbruchabfälle durch mehrere Sortier- und Waschschritte aufbereitet. Durch die sogenannte Nassklassierung lassen sich auch komplexe Stoffgemische in ihre Bestandteile zerlegen. Das zurückgewonnene Material kann anschließend erneut als Baustoff verwendet werden.
Nach Angaben des Unternehmens können mit ORCA jährlich rund 120.000 Tonnen Gesteinsmaterial in einer Qualität zurückgewonnen werden, die einen Einsatz in der Betonproduktion ermöglicht. Damit sollen mineralische Abfälle nicht nur für weniger anspruchsvolle Anwendungen wie den Straßenbau genutzt, sondern wieder in den Baustoffkreislauf zurückgeführt werden. Die Anlage arbeitet zudem mit einem geschlossenen Prozesswasserkreislauf. Für den Betrieb wird bereits vorhandene Infrastruktur des Kieswerks in Hittfeld genutzt.
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