Maschen: Infos zum Rechenzentrum
Revitalis weist Vorwürfe der Gemeinde zurück
- Deutlich kleinere Dimension: Das Rechenzentrum (oben im Bild) stünde neben einem Fachmarktzentrum (oben rechts). Südlich der Winsener Landstraße könne ein Wohngebiet entstehen (Mitte), im östlichen Bereich eine Feuerwache (links im Bild)
- Foto: RKW_Architektur_plus
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Das Projektentwicklungsunternehmen Revitalis hat seine Vorstellungen von einem großen Rechenzentrum in Maschen noch einmal überarbeitet: Der aktuelle Stand der Planungen soll am Mittwoch, 26. August, ab 18 Uhr bei einer Bürgerversammlung im Schützenhaus Maschen, Maschener Schützenstraße 50, den Bürgern vorgestellt werden.
Statt des ursprünglich geplanten Riesen-Rechenzentrums auf der Freifläche zwischen Horster Landstraße, Winsener Straße, Gewerbegebiet und Autobahn wird nun mit einem deutlich kleineren Rechner-Gebäude geplant. Dazu soll es ein Wohngebiet und Platz für eine neue Feuerwache nördlich der Winsener Straße geben (das WOCHENBLATT berichtete, s.u.).
Auch mit diesen Plänen scheinen nicht alle einverstanden. Thies May vom Projektentwickler Revitalis: Die Lokalpolitiker fänden das neue Konzept mehr oder weniger alle gut, aber "die Verwaltung gilt es noch zu überzeugen". Die beiden großen Problemfelder sind der zu erwartende Verkehr und die Entwässerung der Flächen. "Da sind noch Gutachter dran." Deshalb wird Revitalis zum Ortstermin auch Fachgutachter mitbringen, die Auskunft geben können, so May.
Die Gemeinde wurde über die neuen Planungen unterdessen bisher noch nicht ins Bild gesetzt. Bürgermeisterin Emily Weede: "Seit dem vergangenen Jahr besteht kein Kontakt mehr zu Revitalis. Insofern kennt die Verwaltung der Gemeinde Seevetal die aktuellen Planungen nicht. Wir sind einigermaßen überrascht, wie die Firma vorgeht. Ein solches Vorgehen haben wir in Seevetal bisher nicht erlebt."
"Die Entwicklung von Wohnungsbau auf den nördlichen Flächen wurde der Gemeindeverwaltung bereits im Jahr 2020 vorgestellt und seitdem wiederholt erörtert", entgegnet Thies May der Bürgermeisterin. "Auch das Fachmarktzentrum ist seit 2021 Bestandteil der Untersuchungen und Gespräche. Hierzu liegen zahlreiche Abstimmungsprotokolle, Studien, Planstände und Gutachten vor (...)" Richtig sei, dass es seit dem vergangenen Jahr keinen persönlichen Austausch mehr mit der Verwaltung gegeben habe. Das sei aber nicht darauf zurückzuführen, dass Revitalis den Kontakt eingestellt habe. May: "Unsere E-Mails vom 2. Oktober 2025, 12. Dezember 2025 und 26. Januar 2026 blieben bis heute unbeantwortet. Auch telefonische Kontaktversuche führten zu keinem weiteren Austausch." Vor diesem Hintergrund könne man die öffentlich geäußerte Überraschung über unser Vorgehen nur schwer nachvollziehen. "Wir stehen selbstverständlich auch der Gemeindeverwaltung jederzeit für die Wiederaufnahme des direkten Austauschs zur Verfügung", so May.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.