Veranstaltungszentrum
Burg Seevetal: Gemeinde Seevetal zieht erstmals Bilanz seit der Wiedereröffnung

In dem in Weiß gestalteten großen Saal der Burg Seevetal finden bis zu 500 Besucher Platz
  • In dem in Weiß gestalteten großen Saal der Burg Seevetal finden bis zu 500 Besucher Platz
  • Foto: vme
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Hittfeld. Mehr als ein Jahr nach der Modernisierung und Wiedereröffnung der Burg Seevetal zeigt sich die Seevetaler Gemeindeverwaltung als Betreiberin des Veranstaltungszentrums zufrieden. Ausgebucht ist das Haus aber nicht. Seit der Eröffnung im November 2018 war die Burg Seevetal Schauplatz von 331 Veranstaltungen. Das geht aus der Antwort der Gemeindeverwaltung auf eine Anfrage des WOCHENBLATT hervor. Zum ersten Mal liegen damit öffentlich belastbare Zahlen über den Betrieb der sanierten Burg Seevetal vor.
Die Gemeinde lässt sich ihr Veranstaltungszentrum etwas kosten. Das Defizit für das Kalenderjahr 2019 betrug nach Angaben der Gemeinde etwa 420.000 Euro. Noch seien nicht alle Veranstaltungen abgerechnet. In den Jahren vor der Schließung habe sich das Defizit jährlich im Schnitt auf 280.000 Euro belaufen.
Gründe für das gestiegene Defizit seien erhöhte Abschreibungsbeträge durch den Umbau in Höhe von 110.000 Euro und Mindereinnahmen durch den Wegfall der Pacht für das Restaurant. "Ohne diese beiden Faktoren würde das Defizit in einer ähnlichen Größenordnung wie vorher bleiben", sagt Gemeindesprecher Andreas Schmidt. Damit räumt die Gemeinde ein, dass es noch nicht gelungen ist, das Defizit im Vergleich zu den Jahren vor der Modernisierung zu senken. Sie strebe das aber an.
38.300 Besucher kamen seit der Wiedereröffnung in das Veranstaltungszentrum Burg Seevetal. Davon nutzten 3.200 Gäste den Treffpunkt Hittfeld, ein Angebot an die örtlichen Vereine.
155 Veranstaltungen fanden in dem 400 Quadratmeter großen Hauptsaal, im Foyer und in den unterschiedlichen Konferenzzimmern statt. Inklusive der Tage zum Auf- und Abbauen sei die Burg Seevetal damit an 196 Tagen belegt gewesen. Die Gemeinde Seevetal hat das Ziel, die Zahl der Veranstaltungen zu steigern. Potenzial dazu böten die Veranstaltungs- und Tagungsräume ab einer Größe von 50 Quadratmetern.
Die Metropolregion Hamburg hat die Burg Seevetal genutzt, um auf ihrer jährlichen Regionalkonferenz die Ergebnisse einer Studie der OECD zu präsentieren. Das hat die Burg Seevetal in Hamburg, in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und im übrigen nördlichen Niedersachsen bekannt gemacht.
Viele Veranstaltungen sind nicht öffentlich. Banken und Versicherungen zum Beispiel mieten Konferenzräume, um Mitarbeiter zu schulen.
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung wurden Räumlichkeiten der Burg Seevetal an 163 Tagen kostenpflichtig vermietet.
Den neu geschaffenen Treffpunkt Hittfeld nimmt die Bevölkerung gut an. Das zeigen 176 Veranstaltungen mit 3.200 Besuchern in dem bis zu 190 Quadratmeter großen Raum, der die Funktion eines Dorfgemeinschaftshauses übernimmt.
Das im Jahr 1981 errichtete Veranstaltungszentrum Burg Seevetal in Hittfeld ist für 6,9 Millionen Euro umgebaut und modernisiert worden. Insgesamt 1.000 Besucher finden darin gleichzeitig in zehn unterschiedlichen Räumen Platz. Prunkstück ist der in Weiß gehaltene Hauptsaal, in dem bis zu 500 Menschen sitzen können.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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