Sturmflutwarnung für den Landkreis Stade
Die erste Herbst-Sturmflut in diesem Jahr an der Unterelbe
- Für den heutigen Montagnachmittag wird erneut vor einer Sturmflut gewarnt
- Foto: Daniel Beneke
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Auch wenn an den meisten Bäumen noch das Laub hängt: Der Herbst ist da – und er hat sich am vergangenen Wochenende auch deutlich zu Wort gemeldet: Über den Norden fegte das Sturmtief "Maja" hinweg. Mit im Gepäck hatte die stürmische Maja die erste Sturmflut in dieser Saison. An der Küste hieß es im Vordeichgelände überall "Land unter". Auch entlang der Elbe und damit auch im Landkreis Stade kletterten die Pegel in der Nacht von Sonntag auf Montag auf Werte jenseits der Sturmflutmarke.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hatte zuvor eine entsprechende Sturmflutwarnung für das Nachthochwasser herausgegeben. Laut der Warnung sollten die Fluten an der Niederelbe um 1,5 bis zwei Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.
Auch für das Mittagshochwasser am heutigen Montag (26. Oktober) liegt eine Sturmflutwarnung vor.
An der Ostemündung wird der höchste Wasserstand gegen 13.40 Uhr erwartet, bei Stadersand soll die Flut zwei Stunden später – also um 15.40 Uhr - am höchsten ansteigen.
- In der NINA-App wird vor einer Sturmflut gewarnt
- Foto: NINA-App
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Der höchste Pegel der Sturmflut wurde an der Ostemündung Montagnacht um 0.40 Uhr mit 8,78 Meter gemessen. Das mittlere Hochwasser beträgt dort 6,54 Meter. An der Schwingemündung bei Stadersand betrug der Höchststand um 2.50 Uhr 9,06 Meter. Das mittlere Hochwasser liegt dort bei 6,84 Meter. An der Lühemündung lief die Flut um 3.01 Uhr auf 9,17 Meter auf. Das mittlere Hochwasser beträgt dort 6,88 Meter. Hier waren – wie auch an den anderen Mündungen der Elbe-Nebenflüsse – Teile des Vordeichgeländes überflutet.
- Die Grafik zeigt den Pegel an der Schwingemündung. Der Wasserstand lag knapp unter dem Meldewert für eine schwere Sturmflut
- Foto: Screenshot NLWKN
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Die bisher höchsten Sturmfluten
Die bisher höchste Sturmflut an der Unterelbe gab es in diesem Jahrzehnt im Februar 2022, als das Orkantief "Zeynep" wütete. Damals wurde am Pegel an der Schwingemündung ein Wasserstand von 10,44 Meter gemessen. Noch höher stieg das Wasser bis nur einmal seit der Jahrtausendwende. Beim Orkantief "Xaver" verzeichnete der Schwinge-Pegel eine Höhe von 10,65 Meter. Die schwere Sturmflut von 1962 war mit 10,74 Meter nur unwesentlich höher. Diese bisher höchste Sturmflut aller Zeiten an der deutschen Nordseeküste, die Januarflut von 1976, erreichte in der Schwingemündung eine Höhe von 11,07 Meter.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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