Info-Team stand auf dem Pferdemarkt
Warntag: Landkreis Stade zieht positive Bilanz
- Am Stader Pferdemarkt informierten Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Katastrophenschutzes über den Warntag
- Foto: LK Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Das dürfte am gestrigen Donnerstag (10. September) wohl kaum jemand überhört haben: Rund 230 Sirenen heulten allein im Landkreis Stade eine Minute auf und ab – ganz so, wie es im Ernstfall bei einer Katastrophe oder einem Krisenfall vorgesehen ist.
Doch beim bundesweiten Warntag blieb es längst nicht beim klassischen Sirenenalarm. Smartphones meldeten sich, Warn-Apps schlugen an und Feuerwehrfahrzeuge zogen mit Lautsprecherdurchsagen durch Stade. Der Katastrophenschutz wollte wissen: Funktioniert die Warnkette? Die Antwort aus Sicht des Landkreises: ja.
Warnung auf mehreren Kommunikationswegen
Neben den Sirenen wurde auch über die Warn-App NINA ein Probealarm ausgelöst. Zudem kam Cell Broadcast zum Einsatz. Dabei werden Warnmeldungen direkt auf geeignete Mobiltelefone geschickt – ohne dass dafür eigens eine Warn-App installiert sein muss. Um 11.45 Uhr folgte schließlich die Entwarnung mit einem länger anhaltenden Sirenenton. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten“, sagt Landkreis-Sprecher Daniel Beneke. Gerade in der heutigen Zeit sei es besonders wichtig, die unterschiedlichen Warnmittel regelmäßig zu überprüfen.
Feuerwehr fährt durchs Stadtgebiet
Besonders sichtbar wurde der Warntag auch auf den Straßen. Drei Warntrupps der Freiwilligen Feuerwehren Stade-Hagen, Himmelpforten und Buxtehude, Zug 2, nutzten den Tag für eine Übung. Mit mobilen Durchsage- und Warneinrichtungen fuhren die Einsatzkräfte verschiedene Routen durch die Stadt Stade und spielten Warnmeldungen ab. Die Geräte hatte der Landkreis 2024 vom Land Niedersachsen erhalten. Damit verbunden war die Aufgabe, entsprechende Warntrupps aufzubauen.
Informationen aus erster Hand auf dem Pferdemarkt
Während es auf den Straßen laut wurde, setzte der Landkreis in der Innenstadt auf das persönliche Gespräch. Auf dem Stader Pferdemarkt standen Mitarbeiter des Amtes für Sicherheit, Ordnung und Migration für Fragen zur Verfügung. Dabei spielte das Thema Selbstvorsorge eine wichtige Rolle: Was sollte zu Hause für einen Notfall vorhanden sein? Wie erfährt man im Ernstfall möglichst schnell, was passiert ist? Und welche Warnwege gibt es überhaupt? Das Interesse war groß. „Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum Austausch und holten sich Informationen aus erster Hand“, berichtet Beneke.
Landrat dankt den Ehrenamtlichen
Landrat Kai Seefried nutzte den Warntag zugleich, um den haupt- und ehrenamtlichen Kräften im Katastrophenschutz für ihren Einsatz zu danken. Den Freiwilligen der Warndiensteinheit überreichte er Zelte, mit denen die Ausstattung der Einheiten weiter ergänzt wird. „Die Menschen im Landkreis Stade wissen, dass sie sich auf unsere Ehrenamtlichen in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen rund um die Uhr verlassen können“, betonte Seefried. Dieses Engagement sei keineswegs selbstverständlich und verdiene besondere Anerkennung.
Hat eine Sirene geschwiegen?
So erfolgreich der Test aus Sicht des Landkreises verlief: Gerade dafür ist ein Warntag da – Schwachstellen sollen auffallen, bevor es darauf ankommt. Wer festgestellt hat, dass eine Sirene in seiner Umgebung nicht ausgelöst hat, kann dies der Katastrophenschutzbehörde des Landkreises melden. Hinweise nimmt sie per E-Mail unter kats@landkreis-stade.de entgegen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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