Mit Vollgas ins Fahrverbot
Zwei Extrem-Raser werden im Landkreis Stade geblitzt
- Das wird teuer: Wer mit 126 Stundenkilometern unterwegs ist, obwohl nur nur 70 km/h erlaubt sind, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen
- Foto: KI-generiert
- hochgeladen von Jörg Dammann
Ist diesen beiden Rasern die Sonne zu Kopf gestiegen? Anders lassen sich die Geschwindigkeiten kaum erklären, mit denen die zwei Temposünder kürzlich in Schwingerbaum und in Rutenbeck geblitzt wurden. Jetzt könnte man die Frage stellen: Was ist eigentlich schlimmer? Mit 126 km/h durch einen Bereich zu fahren, in dem Tempo 70 erlaubt ist? Oder mit „nur“ 105 km/h unterwegs zu sein – dafür aber mehr als doppelt so schnell wie erlaubt? Die Antwort darauf ist eindeutig: In beiden Fällen haben sich die Autofahrer rücksichtslos und verkehrsgefährdend verhalten.-
126 km/h statt Tempo 70
Im ersten Fall schoss der Blitzer das Foto auf der B74 in Schwingerbaum. Dort raste eine Autofahrerin mit 126 Stundenkilometern durch einen Tempo-70-Bereich. Für diesen Tempo-Verstoß dürfte die VW-Fahrerin tief in die Tasche greifen müssen. Neben einem deftigen Bußgeld drohen zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat. Dabei ist bemerkenswert, dass sich fast alle Autofahrer ans Tempolimit hielten: Bei insgesamt 1.261 kontrollierten Fahrzeugen wurden lediglich fünf Verstöße festgestellt.
Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt
Fall Nummer 2 spielte sich auf der Kreisstraße 26 in Rutenbeck ab. Dort kontrollierten die Landkreis-Verkehrsüberwacher die Geschwindigkeit in einem Bereich, in dem außerorts Tempo 50 gilt. Ein VW-Fahrer raste dort mit 105 km/h durch die Messstelle. Damit war der Mann mehr als doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. Dem Fahrer drohen mindestens 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot. Sollte ihm Vorsatz nachgewiesen werden, könnte das Bußgeld sogar deutlich höher ausfallen. In Rutenbeck war die Zahl der ertappten Temposünder höher: Bei 1.231 gemessenen Fahrzeugen wurden 27 Verstöße registriert.
Raser gefährden nicht nur sich selbst
Hier geht es aber nicht nur um Bußgelder, Punkte und Fahrverbote. Was noch viel wichtiger ist: Es geht vor allem um die Sicherheit anderer Menschen. Wer mit solchen Geschwindigkeiten unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst. Raser stellen auch für andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr dar - vor allem für Radfahrer, Fußgänger und Kinder. Je höher die Geschwindigkeit, desto länger der Bremsweg und desto schwerer die Folgen eines möglichen Unfalls.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
|
| Webseite von Jörg Dammann | |
| Jörg Dammann auf Facebook | |
| Jörg Dammann auf Instagram | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.