Landkreis weist Kritik zurück
"Billig"-Masken nicht an Stader BBS-Lehrer verteilt

Auch ohne Zertifizierungsnummer: Die durch den Landkreis verteilten Masken sind geprüft
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Die Lehrer der Berufsbildenden Schulen in Stade konnten sich kürzlich über zwei kostenfreie Masken freuen. Diese wurden ihnen vom Landkreis Stade ausgehändigt. Doch einige Lehrkräfte stutzten: Die in Plastik eingepackten Masken wiesen keinerlei Zertifizierungsnummer auf. Lediglich eine Prägung "KN95" war zu erkennen. Wurden hier etwa "Billig"-Masken verteilt, vor denen überall gewarnt wird? Das WOCHENBLATT fragte beim Landkreis nach.

"Den Vorwurf, auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeiter sparen zu wollen, weist der Landkreis Stade strikt zurück", sagt Erster Kreisrat Thorsten Heinze. Vielmehr könne durch das vorausschauende und umsichtige Handeln den Mitarbeitern für die Wahrnehmung der Aufgaben adäquat Schutz geboten werden. Die Masken, die auf Anforderung der Schulen durch den Landkreis an Einrichtungen in seiner Trägerschaft verteilt wurden, stammen noch aus dem Frühjahr des vergangenen Jahres. Sie wurden im Rahmen einer Großbestellung im Auftrage des Corona-Krisenstabes angeschafft, erklärt Heinze, um in der Pandemie-Lage weiterhin wichtige Aufgaben für die Bevölkerung und die öffentliche Ordnung leisten zu können. "Zu dieser Zeit gab es in Deutschland nur sehr stark begrenzte Mengen von Masken in dieser Qualität, auf die seitens des Landkreises genau geachtet wurde." Dass der Aufdruck der Zertifizierungsnummer direkt auf der Maske fehle, sei durch die frühe Beschaffung in 2020 zu erklären.

Es handele sich somit nicht um „Billig"-Masken. Um das sicherzustellen, wurden die Masken einer Qualitätsprüfung und Zertifizierung unmittelbar nach Import aus China direkt durch die DEKRA unterzogen. "Nicht zertifizierte Masken hat der Landkreis Stade zu keiner Zeit angenommen oder an seine Mitarbeiter ausgegeben", stellt Heinze klar. Entsprechend geprüfte und nachzertifizierte Masken seien auch in Kliniken in Verwendung und wurden durch Apotheken vertrieben.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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