Gemeinsam Geschichte erlebt

Neben Bootsfahrten und Stadtbesichtigung standen auch Gruppenwettkämpfe in Goldap auf dem Programm
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  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

Tri-nationaler Jugendaustausch endet mit Polenreise

sb. Stade. Auf ein besonderes Jahr blicken elf Stader Jugendliche zurück. Innerhalb von zwölf Monaten besuchten sie Stades Partnerstädte Givat Shmuel in Israel und Goldap in Polen. Insgesamt umfasste die Reisegruppe 31 Jugendliche aus den jeweiligen drei Partnerstädten. Jetzt kehrten die Stader von einer zwölftätigen Polenreise zurück.
Die tri-nationale Jugendbegegnung war geprägt von der Aufarbeitung der schwierigen Geschichte der drei Länder. Aber auch der Spaß und die kulturellen Begegnungen kamen nicht zu kurz. So lernten die Jugendlichen auf ihrer Polenreise bei diversen Kulturangeboten ein offenes, modernes und gastfreundschaftliches Land kennen. Bei der Führung durch das ehemalige Warschauer Ghetto, beim Besuch des neuen polnisch-jüdischen Museums oder des Museums des Warschauer Widerstandes setzten sie sich zudem intensiv mit der polnischen und jüdischen Geschichte auseinander.
„Die berührendsten Momente der Begegnung waren der Besuch der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Yad Vashem. Der schwerste Moment war jedoch in Auschwitz, wo die ganze Grausamkeit angedeutet wird, das ganze Leiden bleibt unvorstellbar“, beschreibt Fabian Pallasch stellvertretend für seine Freunde seine tiefen Empfindungen. Die Reaktionen, vor allem der Israelis, waren von starken Emotionen geprägt, viele von ihnen hatten dort Verwandte verloren. „Nach dem Austausch habe ich ein neues Verständnis für andere Kulturen“, meint der 17-jährige Henning Mergard. „Und ich hätte nie gedacht, dass das Projekt mir so enge Freunde und so viele unvergessliche Momente bescheren würde“, fügt Mirjam Czymoch (18) an.
Ins Leben gerufen wurde der Jugendaustausch Anfang der 1990er Jahre. Wer sich für die Teilnahme an der nächsten tri-nationalen Jugendbegegnung (Beginn Anfang der Sommerferien 2014) interessiert, kann sich unter karina.holst@stadt-stade.de formlos bis zum 7. Oktober bewerben. Voraussetzung ist, dass der Bewerber Jahrgang 1996 oder 1997 ist, in Stade wohnt, einen oder zwei Teilnehmer aus den Partnerstädten beherbergt, offen für andere Kulturen, Geschichte, Völkerverständigung ist und noch andere Hobbies mitbringt.
• Ebenfalls in Goldap dabei war Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber. Sie besuchte gemeinsam mit den Jugendlichen den Festakt zum 15-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.

Neben Bootsfahrten und Stadtbesichtigung standen auch Gruppenwettkämpfe in Goldap auf dem Programm
(v. li.): Joachim Bleicker, Botschafter Deutschlands in Polen, Marek Miros, Bürgermeister der Stadt Goldap, Zvi Rav Ner, Botschafter Israels in Polen, und Bürgermeisterin Silvia Nieber auf einer Steinplatte, auf der alle Partnerstädte Goldaps mit den Entfernungen und Himmelsrichtungen angegeben sind.

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