Schulstart mit gemischten Gefühlen
Jorker Grundschulen unterrichten nach unterschiedlichen Modellen

Schulleiter Marcel Twedorf hat sich für den wöchentlichen Wechsel entschieden
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sla. Altes Land. Etwas Leben ist wieder in die Jorker Grundschulen eingezogen: Nach Entscheidung des Landes Niedersachsen dürfen die 125 Schüler der 4. Klassen "An der Este" und "Westerminnerweg" wieder unterrichtet werden - unter neuen Voraussetzungen: Mundschutz, Händewaschen, Abstand halten und Unterricht in kleinen Gruppen im Wechsel. Die Lehrkräfte Marion Hansen und Martina Sterl unterrichten in der Königreicher Schule "An der Este" ihre insgesamt 35 Schüler der zwei vierten Klassen jeweils in zwei getrennten Gruppen im täglichen Wechsel. "Frontalunterricht wie früher, in Mathe, Deutsch, Sachunterricht und Englisch", so Sterl. Für die Tage dazwischen gibt es Aufgaben für zu Hause. "Nach der Rückkehr waren alle Kinder anfangs sehr verunsichert, dennoch halten sie sich bestens an die Hygienervorschriften", so Hansen. Eine Reinigungskraft sorge zudem für die Desinfektion der Klassenräume. Die Viertklässler werden bis zum Verlassen der Schule vor den Sommerferien nicht mehr in ihrem gewohnten Klassenverband sein können, bedauern Schüler und Lehrerinnen. Alle vermissen den persönlichen Kontakt. "Wir überlegen, wie wir dennoch eine schöne Abschiedsfeier gestalten können", so die Lehrerinnen.
Marcel Twedorf, seit Februar dieses Jahres neuer Schulleiter der Grundschule "Westerminnerweg" mit insgesamt 335 Kindern und 29 Lehrkräften, der selbst eine der vier vierten Klassen unterrichtet, sowie Konrektorin Mareike Diers haben sich mit den Eltern auf eine andere Unterrichtslösung für die 90 Viertklässler geeinigt: "Wir unterrichten mehrere Gruppen im wöchentlichen Wechsel." Die Kinder sind eine Woche zu Hause und eine Woche in der Schule, der Stundenplan bleibt mit allen Fächern wie gehabt. Per Onlinesystem werden die Schüler für die Woche zu Hause mit Aufgaben versorgt. Viel Unterstützung gebe es von den Eltern, so Twedorf, sowie auch vom Hort Tintenklecks mit für alle Schüler selbstgenähten Schutzmasken, die täglich eingesammelt und gewaschen werden. Wie der Abschied der Viertklässler und die Einschulung, 90 Kinder sind bereits angemeldet, verlaufe, müsse noch geklärt werden. "Eine Einschulungsfeier wie sonst mit 500 Leuten in der Festhalle kann es definitiv nicht geben", so Twedorf. Am 18. Mai kommt noch mehr Leben in die Schule, dann dürfen die Drittklässler wieder starten.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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